Islam und Islamismus halten Skandinavien in Atem


Der Traum vom Ankommen und Teilhaben bleibt für viele Junge im Rosengård-Viertel von Malmö eine märchenhafte Illusion. (Bild: Robin Hammond / Keystone)
Schweden, Norwegen und Dänemark verfolgten lange eine freizügige Einwanderungspolitik, so dass ihre muslimischen Communitys verhältnismässig gross sind. Heute kämpfen sie mit massiven Integrationsproblemen.

Aldo Keel | Neue Zürcher Zeitung

Mit Reportagen über die Ängste der Norweger startete das norwegische Fernsehen ins neue Jahr. «Schwedische Zustände» hiess die erste Sendung und berichtete über muslimische Einwandererghettos wie Rosengård bei Malmö, von dessen 22 000 Bewohnern fast neunzig Prozent einen Migrationshintergrund haben. Jugendkrawalle, Schiessereien, gewalttätige Banden und brennende Autos jagen den Einheimischen Angst ein. Arbeitslosigkeit und Marginalisierung rauben den Einwanderern jede Zukunftsperspektive.

Und die Jungen? Ihnen fehlen die Vorbilder, vom Fussballer Zlatan Ibrahimovic einmal abgesehen. An einer Mauer prangt sein Spruch: «Du kannst Rosengård verlassen. Aber Rosengård wird dich nie preisgeben.» In Schwedens Vorstädten wurden 2018 dreihundert Schiessereien registriert, 44 mit tödlichem Ausgang: Der 22-jährige Shayan wurde mit 13 Schüssen in den Rücken niedergestreckt. Ein 17-Jähriger betrat am helllichten Tag eine Pizzeria und erschoss einen 25-Jährigen. Die Entwicklung sei «zutiefst beunruhigend», berichtet die Polizei.

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