Studienautor Dreßing enttäuscht über Kirche: „Nicht hinter Rom verstecken“


Brustkreuz eines Bischofs © Harald Oppitz (KNA)
Rund vier Monate sind seit der Veröffentlichung der von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Missbrauchsstudie vergangen. Der Studien-Koordinator, Harald Dreßing, vermisst seitdem konkrete Konsequenzen in der Kirche.

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„Es macht mich ein bisschen nervös, wie viel gesprochen wird und wie wenig sich tut“, sagte Dreßing am Mittwochabend in Frankfurt. Seit Veröffentlichung der Studie im September seien schon vier Monate vergangen. Er könne aber „wenig bis fast gar nichts“ an „feststellbaren“ Veränderungen der Strukturen der katholischen Kirche entdecken.

„Nicht hinter Rom verstecken“

Zwar hätten sich einige wenige Bischöfe inzwischen sehr pointiert geäußert, in dem sie die Weihe von Frauen oder von homosexuellen Priestern nicht ausgeschlossen und den Pflichtzölibat in Frage gestellt hätten. Er wünsche sich aber, dass es nicht nur bei „Positionen“ bleibe, sondern klare Ziele definiert und auch umgesetzt würden.

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