Warum der Staat den Kirchen immer noch Geld zahlt


Bild: © dpa/Hendrik Schmidt
Regelmäßig wird über die Staatsleistungen an die beiden großen Kirchen diskutiert. Eigentlich sollten diese Zahlungen – im vergangenen Jahr rund 520 Millionen Euro – schon vor 100 Jahren abgeschafft werden. Doch passiert ist bislang nichts. Schuld daran sind aber nicht die Kirchen.

Von Steffen Zimmermann | katholisch.de

Am vergangenen Mittwoch wurde in Weimar an den 100. Jahrestag der konstituierenden Sitzung der Weimarer Nationalversammlung erinnert. Bei einem Festakt im Deutschen Nationaltheater – dem damaligen Verhandlungsort – lobten Redner wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Arbeit der Nationalversammlung, die damals in wenigen Monaten die erste demokratische Verfassung Deutschlands ausgearbeitet und am 31. Juli 1919 verabschiedet hatte.

Obwohl die erste demokratische Republik auf deutschem Boden nur knapp 14 Jahre später vom Nationalsozialismus abgelöst wurde und deshalb als gescheitert gilt, wurden bei der Ausarbeitung des heutigen Grundgesetzes zahlreiche Inhalte der Weimarer Reichsverfassung für die Bundesrepublik übernommen.

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