Dodo Müller und die Frage gottgewollter Homosexualität


Gerhard Ludwig Müller links im Bild. Bild: bb
In einem Interview sagte Kardinal Gerhard Ludwig Müller jüngst, „dass kein Mensch gottgewollt als Homosexueller geboren wird, wir werden geboren als Mann oder Frau.“ Bei dem Mainzer Moraltheologen Stephan Goertz wirft diese Äußerung viele Fragen auf, wie er in seinem Gastbeitrag schreibt.

Von Stephan Goertz | katholisch.de

Auf die Frage, ob Papst Franziskus zu viel rede, antwortet Kardinal Gerhard Ludwig Müller im Gespräch mit dem Spiegel-Redakteur Walter Mayr, dass Zurückhaltung „in weltlichen Fragen“ wünschenswert wäre. Ein päpstliches Wort zu diesen oder jenen Einzelaspekten weltlicher Dinge sei so viel wert wie das Urteil eines jeden Bürgers. Dem ist wohl zuzustimmen, denn über welche bessere Einsicht in weltliche Sachverhalte sollte ein geistlicher Würdenträger verfügen? Gefragt seien die kirchlichen Autoritäten hingegen in moralischen Angelegenheiten.

Angesprochen auf seine wiederholte Behauptung, zwischen sexuellem Missbrauch und Homosexualität gebe es einen Zusammenhang, äußert der Kardinal unter anderem als seine Meinung, „dass kein Mensch gottgewollt als Homosexueller geboren wird, wir werden geboren als Mann oder Frau.“

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