Ganz ohne Designerbabys: Wie CRISPR die Medizin voranbringt


Die Geburt von genetisch veränderten Kindern in China hat weltweit Aufsehen und Empörung verursacht. Der medizinische Nutzen von CRISPR liegt aber anderswo

Christoph Bock | DERSTANDARD.de

Wenn über die „Genschere“ CRISPR gesprochen wird, dann geht es oft um die gezielte Veränderung des Erbguts künftiger Generationen. Mit dabei ist die Angst vor individuell konfigurierten Designerbabys der Reichen und Schönen, bis hin zu einem genetischen Überwachungsstaat, wie er im Film „Gattaca“ beschrieben ist.

Dieses Thema wurde im November 2018 wieder einmal akut, nachdem ein chinesischer Wissenschafter öffentlich und zur allgemeinen Überraschung die (gesunde) Geburt von zwei genetisch veränderten Kindern verkündet hatte. Diese Arbeit zeichnet sich allerdings weniger durch besondere wissenschaftliche Exzellenz aus (im Gegenteil, sie war schlampig durchgeführt), sondern vielmehr durch massive Verstöße gegen bestehende Regeln.

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