Politischer Islam: Was gehört zu Deutschland?


Der CDU-Politiker Carsten Linnemann hat zusammen mit Winfried Bausback (CSU) ein Buch zum politischen Islam in Deutschland herausgegeben (pa/dpa/Kappeler)
Der politische Islam will die Gesellschaft nach religiösen Vorstellungen umgestalten. Nicht das Volk soll Souverän sein, sondern Gott. Dazu erscheint ein Buch mit Essays namhafter Experten, herausgegeben vom CDU-Politiker Carsten Linnemann. Fazit: Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland.

Von Marie Wildermann | Deutschlandfunk

Dass Wirtschaftspolitiker sich mit dem Islam beschäftigen, ist eher ungewöhnlich. Carsten Linnemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU und zuständig für Wirtschaftspolitik, wurde schon als Student mit dem politischen Islam konfrontiert.

„Ich hab eine Zeit in Riad gelebt, hab dort zu meinem Promotionsprojekt gearbeitet und geforscht, aber natürlich durch das Leben in Riad hab ich mitbekommen, wie es zwei Schlangen gab bei MacDonalds, die eine Schlange für Frauen, die andere für Männer, wie Zeitschriften, Zeitungen aus Deutschland geschwärzt wurden, nur, weil eine Frau ein T-Shirt anhatte. Wo ich gemerkt habe, hier gibt es ein anderes Verständnis von einem Staat. Es ist eben nicht der freiheitliche Staat, den wir kennen, mit Meinungsfreiheit, mit Gleichberechtigung von Frau und Mann, Pressefreiheit. Und dadurch bin ich sensibilisiert worden. Und in den letzten Jahren verstärkt von Unternehmern, die sich auch Sorgen machen um den Zusammenhalt dieses Landes.“

Wenn er Unternehmen besuche, werde er fast immer auf Probleme mit der Integration angesprochen.

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