»Wir brauchen Militärrabbiner«


Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: Thomas Lohnes/Zentraltrat der Juden
Josef Schuster über jüdische Seelsorge und die Aufgaben von Rabbinern in der Bundeswehr

Von Hans-Ulrich Dillmann | Jüdische Allgemeine

Herr Schuster, Juden in der Bundeswehr gibt es seit vielen Jahren. Jetzt möchte der Zentralrat auch jüdische Seelsorger?
Es gibt seit Jahrzehnten jüdische Soldatinnen und Soldaten. Dafür ist auch eine entsprechende Seelsorge notwendig, so wie sie die katholische und evangelische Kirche bereits leistet. Es gibt auch einen zweiten, ebenso wichtigen Grund: der Lebenskundliche Unterricht, der sich mit der Berufsethik der Soldaten in der Bundeswehr befasst. Es ist ausgesprochen wichtig, gerade heute das Thema Judentum authentisch im Rahmen dieses Lebenskundlichen Unterrichts zu vermitteln.

Wollen Sie auch in die Bundeswehr wirken?
Mir geht es neben der wichtigen direkten Betreuung jüdischer Soldatinnen und Soldaten natürlich auch um das Wirken der jüdischen Militärseelsorger innerhalb der Bundeswehr. Militärrabbiner können sehr wohl auch Anlaufstelle für nichtjüdische Soldatinnen und Soldaten sein.

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