Austria: Regierung streicht Feiertag am Karfreitag

Steht ganz Oben auf der Liste. Jeder ein Kreuz. Screenshot: Youtube
Arbeitnehmer sollen sich künftig Urlaub nehmen, wenn sie den Feiertag begehen wollen. Arbeitgeber können aber Einspruch erheben.

Die Presse

Die türkis-blaue Bundesregierung hat ihre Lösung für das Karfreitags-Feiertagsproblem gefunden. Wer am Karfreitag frei haben will, muss an dem Tag künftig Urlaub nehmen. Mehr Urlaubstage gibt es dafür nicht. Ein Urlaubstag aus den bestehenden Urlaubstagen wird dafür als „persönlicher Feiertag“ deklariert – mit einseitigem Rechtsanspruch des Arbeitnehmers.

Arbeitnehmer müssen diesen „persönlichen Feiertag“ künftig drei Monate zuvor anmelden, für das Jahr 2019 wird eine kürzere Frist definiert. Sollte der Arbeitgeber aber wünschen, dass der Arbeitnehmer trotzdem zur Arbeit kommt, erhält der Arbeitnehmer für diesen Tag sämtliche Vergütungen wie an jedem anderen Feiertag. Der Urlaubsanspruch bleibt bestehen.

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21. Jahrhundert: Das hinduistische Indien streitet über Menstruationsblut, Sperma und vaginalem Ejakulat

Europäische Medien berichteten über die 620 Kilometer lange #WomenWall nahezu gar nicht Foto: imago/Hindustan Times
In Indien demonstrieren fünf Millionen Frauen, da sie den Sabarimala-Tempel nicht betreten dürfen. Die westliche Berichterstattung ist stereotyp.

Mithu Sanyal | taz.de

Was sind fünf Millionen Inderinnen in einer Reihe? Nein, kein rassistischer Witz, sondern eine Demonstration. Protest like a pro! Also berichteten die europäischen Medien über die 620 Kilometer lange #WomenWall quer durch den indischen Bundesstaat Kerala im Vergleich zum #WomensMarch in Washington … nahezu gar nicht.

So weit, so wenig überraschend. Was sind schon fünf Millionen Inder*innen im Vergleich zu 0,5 Millionen Amerikaner*innen? Ich wusste nicht einmal, ob ich lachen oder vor Wut heulen sollte, dass so viele Medien dieses monumentale Ereignis schlicht ignorierten. Wenn nämlich doch darüber geschrieben wurde, dann als eine Version von: „Was wollen die Inderinnen? In den Tempel gehen. Warum dürfen sie nicht? Weil im Hinduismus Frauen während ihrer Periode als unrein gelten.“

Ey, wir sind über eine Milliarde! Glaubt ihr tatsächlich, wir hätten erst jetzt bemerkt, dass aus der Hälfte von uns in regelmäßigen Abständen Blut rausläuft, und würden daraus schließen, dann wäre wohl der Teufel in sie hineingefahren? Falsch, das ist der Film „Der Exorzist“ und nicht „Der Hinduismus“.

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Jämmerliches Geheul: Hört auf, den Papst zu dämonisieren! Er dämonisiert seine Kritiker!

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Franziskus kann sagen, was er will, die Kritik ebbt nicht ab. Nach dem Krisengipfel im Vatikan wird ihm eine Relativierung von Verbrechen vorgeworfen. Dabei hat er den eigentlichen Feind längst ausgemacht.

Von Richard Kämmerlings | DIE WELT

Roma locuta causa finita? Wenn Rom gesprochen hat, ist der Fall schon lange nicht mehr erledigt. Wenn der Papst heute spricht, dann geht die Debatte meist erst richtig los, und mag sein einst gefürchtetes Machtwort noch so kleinlaut und demütig klingen. Beim sexuellen Missbrauch in der Kirche ist das deutlich zu erkennen. Egal, was der Papst sagt, die Reaktionen sind immer gleich: Das soll alles gewesen sein? Das bisschen Buße und Reue? Wo bleiben die Taten, die Institutionen, die Strafen? Mea maxima culpa, schön und gut bzw. böse. Aber das kann ja jeder sagen.

Nach dem Krisengipfel im Vatikan funktionieren die Reflexe wieder einmal perfekt: Der Papst hat den Missbrauch als „ein in allen Kulturen und Gesellschaften geschichtlich verbreitetes“ schweres Übel bezeichnet? Wie empörend! Damit will er doch relativieren und von den Verbrechen der Kirche ablenken! Er hat geistliche Täter als „Werkzeuge Satans“ bezeichnet? Da schiebt er doch die Schuld auf einen, der gar nichts dafür kann! Der arme Teufel, der hat doch hier wirklich einmal seine Hände bei sich behalten, im Gegensatz zu den übergriffigen Kirchenvertretern.

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Augen verraten Lerneffekt – Subtile Augenbewegungen offenbaren Wissen und Erwartungen

Ein Blick in die Augen kann vieles verraten. © Nastia11/ thinkstock
Aussagekräftiger Blick: Ob wir ein Prinzip verstanden haben oder nicht, verraten unsere Augen. Denn subtile Veränderungen der Blickrichtung können Auskunft über unsere Erwartungen geben, wie ein Experiment enthüllt. Demnach schauten Probanden unbewusst immer dort hin, wo sie nach einem bestimmten Muster auf einem Bildschirm auftauchende Bilder erwarteten – und offenbarten damit, dass sie das zugrundeliegende Prinzip gelernt hatten.

scinexx

Augen sind nicht nur sprichwörtlich ein „Fenster zur Seele“: Sie gewähren tatsächlich tiefe Einblicke in unsere innere Welt – und wer sich auskennt, kann in ihnen lesen wie in einem Buch. So können unsere Augen unseren gesundheitlichen Zustand ebenso verraten wie die sexuelle Orientierung oder gerade getroffene Entscheidungen. Außerdem offenbaren sie auch viel darüber, was wir wissen, wie Forscher nun herausgefunden haben.

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Aus vier mach acht: Wissenschafter schaffen künstliche DNA

Trotz den neuen Basen bleibt die Doppelhelixstruktur der DNA erhalten. (Bild: Millie Georgiadis / Indiana University School of Medicine)
Die Informationsspeicherung in unserem Erbgut beruht auf vier Molekülen, die die Grundlage des genetischen Codes bilden. Nun haben Forscher im Labor ein DNA-ähnliches Molekül mit acht solcher «Code-Moleküle» entwickelt.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Der genetische Code ist universell – zumindest auf der Erde. Wie es im All aussieht, steht in den Sternen. Dass es auch anders geht als bei uns, ist klar. Jetzt haben Forscher auch eine Möglichkeit hierfür experimentell gezeigt. Ein Molekül, das auf unserer DNA beruht, ihre Eigenschaften besitzt – aber auf doppelt so vielen «Code-Molekülen» basiert.

Ein erweiterter Code

In unserem Erbgut bilden je zwei von insgesamt vier Basen ein Paar, das von sogenannten Wasserstoffbrücken zusammengehalten wird. Eine Folge von drei solchen Paaren, ein sogenanntes Basen-Triplett, codiert jeweils für eine bestimmte Aminosäure. Strukturell bilden die Basenpaare die Sprossen einer in sich gedrehten Leiter, der Doppelhelix unserer DNA. Diese steht im Mittelpunkt einer ganzen Zellmaschinerie, die dafür sorgt, dass die auf ihr gespeicherten Informationen abgelesen und umgesetzt werden.

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Vatikan: Keine Maschine kann menschliche Beziehungen ersetzen

Photograph: Solent News/Rex
Der Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia, sieht den Einsatz von Robotern kritisch. Es bestehe das Risiko, dass die Maschine den Mensch lenke, statt umgekehrt.

DOMRADIO.DE

Keine Maschine könne jemals menschliche Beziehungen ersetzen, etwa zwischen Arzt und Patient, mahnte der Akademie-Vorsitzende im Gespräch mit dem „Corriere della Sera“. „Heute brauchen wir einen neuen Pakt zwischen Mensch und Technik“, forderte er.

Bei dem Thema komme es auf eine „ethische Antwort für die Zukunft“ an, sagte der Erzbischof. Hier sollten auch die Religionen, etwa Christen, Juden, Hindus und Muslime zusammenarbeiten, und eine „ethische Allianz“ bilden. Paglia äußerte sich bei der am Montag begonnenen Jahreshauptversammlung der Akademie. Sie steht unter dem Titel „Roboethik. Menschen, Maschinen und Gesundheit“ und tagt bis Mittwoch. Auch eine Audienz der Teilnehmer bei Papst Franziskus ist vorgesehen.

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Australian Cardinal Pell convicted of molesting 2 choirboys

George Pell. Image: AP
The most senior Catholic cleric ever charged with child sex abuse has been convicted of molesting two choirboys moments after celebrating Mass, dealing a new blow to the Catholic hierarchy’s credibility after a year of global revelations of abuse and cover-up.

By ROD McGUIRK | AP News

Cardinal George Pell, Pope Francis’ top financial adviser and the Vatican’s economy minister, bowed his head but then regained his composure as the 12-member jury delivered unanimous verdicts in the Victoria state County Court on Dec. 11 after more than two days of deliberation.

The court had until Tuesday forbidden publication of any details about the trial.

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Jared Kushner’s Multi-Billion-Dollar Plot to Give Saudis Nukes

White House senior adviser Jared Kushner was one of the Trump administration officials behind a plot to give Saudi Arabia American nuclear technology. (Evan Vucci / AP Photo)
The House of Representatives’ Committee on Oversight and Reform has issued a Report on a plot to make billions of dollars by selling Saudi Arabia sensitive American nuclear technology that could allow the Kingdom to develop nuclear weapons. The scheme required breaking US law, which forbids technology transfers that might allow nuclear proliferation.

Juan Cole | truthdig

The plot was pushed by a “company” formed for this express purpose called IP3 International, which doesn’t seem to have actually existed except as a sort of shell for lobbying the Trump administration. IP3 was, according to the committee, helmed by “General Keith Alexander, General Jack Keane, Mr. Bud McFarlane, and Rear Admiral Michael Hewitt, as well as the chief executives of six companies— Exelon Corporation, Toshiba America Energy Systems, Bechtel Corporation, Centrus Energy Corporation, GE Energy Infra structure, and Siemens USA—“ All “signed a letter to Deputy Crown Prince Mohammed bin Salman. The letter presented ‘the Iron Bridge Program as a 21st Century Marshall Plan for the Middle East.’”

Bud McFarlane? That is Ronald Reagan’s National Security Advisor who was up to his elbows selling arms to Khomeini in the Iran-Contra scandal, and thought up the idea of sending Ayatollah Khomeini a cake shaped like a key and a Bible (along with a few T.O.W. anti-tank emplacements)! Like Elliot Abrams, he was pardoned by George H. W. Bush, who seems to have created a factory for 21st century further scandals.

The point man for the plot was General Mike Flynn, who called for Hillary Clinton to be locked up at the Republican National Conference in late summer of 2016 and glommed on to Trump, becoming his first National Security Adviser. Flynn had visited Saudi Arabia in connection with the IP3 plot to transfer nuclear technology to that country that could help Riyadh make a bomb if the royal family felt they needed to do so to remain safe (e.g. if Iran went in that direction or if relations with nuclear-armed Israel tanked). The cover story was that the US corporate front would just make 6 nuclear reactors for electricity generation.

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Erzdiözese Krakau kritisiert Missbrauchsbericht von Opferverein

Opferverein „Habt keine Angst“ beschuldigt Krakauer Erzbischof Jedraszewski sowie 23 amtierende und ehemalige Bischöfe, Missbrauchstäter gedeckt zu haben.

kath.net

Die Erzdiözese Krakau hat den Bericht eines polnischen Opfervereins über sexuellen Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche kritisiert. Der Papst Franziskus am Mittwoch im Vatikan übergebene Bericht enthalte „unwahre und manipulierte Informationen“, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Darin gibt die Erzdiözese jedoch nicht an, welche Schilderungen in dem Bericht falsch seien.

Erzbischof Marek Jedraszewski lege „besonderen Wert auf die gründliche, zuverlässige, gerechte Prüfung von eventuellen Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs gegen Priester“, wird in der schriftlichen Stellungnahme betont. Er engagiere sich vollkommen für die Etablierung von Mechanismen für die Prävention von Missbrauch und die Verteidigung von Opfern. Anlaufstellen für Betroffene und ihre Angehörigen nenne die Erzdiözese etwa prominent auf seiner Internetseite, hieß es.

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Zum 50. Todestag von Karl Jaspers: Philosophischer Störenfried, dessen Kritik bis heute trifft

Karl Jaspers in seiner Bibliothek. Seine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus prägt die deutsche Erinnerungskultur bis heute. (dpa / picture-alliance)
Nach dem Dritten Reich brach er das Schweigen über Schuld und Verantwortung, kämpfte für Demokratie und moralischen Wiederaufbau: Karl Jaspers – Philosoph, Psychiater und öffentlicher Intellektueller. Vor fünfzig Jahren ist er gestorben.

Jaspers-Forscher Matthias Bormuth im Gespräch mit Christian Möller | Deutschlandfunk Kultur

„Wie war es möglich, dass ein kranker Mann, der Monate, manchmal ein Jahr fast, nicht recht arbeiten konnte, der ausgeschlossen war von der normalen Geselligkeit und der normalen Öffentlichkeit, das überhaupt erreichen konnte“, fragt sich Karl Jaspers in den 1960er-Jahren im Rückblick auf sein Leben.

Ideen, die die Welt bewegen

Ein chronisches Lungen- und Herzleiden zwang Jaspers über weite Strecken zu einer disziplinierten und zurückgezogenen Lebensweise. Früh hat er die Liebe zur Philosophie entdeckt, studierte jedoch zunächst Medizin und trug wesentlich zur Entwicklung der Psychiatrie als Wissenschaft bei. In seinem Lehrbuch „Allgemeine Psychopathologie“, bis heute ein Standardwerk, griff er bereits philosophische Prinzipien auf, sagt Matthias Bormuth, Professor für Ideengeschichte und Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft, im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur:

„Er hat von Max Weber die philosophische Methode des Verstehens aufgenommen und in die Psychiatrie eingeführt. Und in der Philosophie hat er dann diese psychologische Methode angewandt, um nicht mehr kranke Menschen zu verstehen, sondern die innere Dynamik von gesunden Menschen, die sich mit Ideen beschäftigen, die die Welt bewegen.“

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Fördert Östrogen das Gedächtnis? Im Gehirn produzierte Variante des Hormons ist offenbar wichtig für Lernen und Erinnerung

Für unsere kognitiven Fähigkeiten spielt offenbar auch das Hormon Östrogen eine Rolle. © image_jungle/ istock
Überraschende Funktion: Das weibliche Sexualhormon Östrogen ist möglicherweise von entscheidender Bedeutung für unsere kognitiven Fähigkeiten. Wie Experimente mit Mäusen zeigen, fördert eine im Gehirn von Männern und Frauen produzierte Form dieses Botenstoffs die synaptische Plastizität – und damit Lern- und Erinnerungsprozesse. Ob dies auch beim Menschen so ist, müssen weitere Studien allerdings noch bestätigen.

scinexx

Als weibliche Sexualhormone werden Östrogene vor allem in den Eierstöcken produziert: Sie steuern den Zyklus der Frau und prägen damit ihre Stimmung, ihr Körpergefühl und ihr Sexualverhalten wie kaum ein anderer Botenstoff. Doch das ist längst nicht die einzige Aufgabe dieser Hormone, wie sich in letzter Zeit zunehmend abzeichnet.

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Donald Trump erlässt wichtige Pro-Life-Verwaltungsvorschrift

Bild: FB
Der Abtreibungsorganisation Planned Parenthood wird durch eine wichtige Verwaltungsvorschrift 60 Millionen US-Dollar an Steuergeldern entzogen. Das Geld sollen Gruppen bekommen, die nicht im Abtreibungsgeschäft tätig sind.

kath.net

US-Präsident Donald Trump hat am vergangenen Freitag eine Verwaltungsvorschrift erlassen, in der festgelegt wird, dass der Abtreibungsorganisation Planned Parenthood 60 Millionen US-Dollar an Steuergeldern entzogen werden.

Diese Gelder werden nun an Pro-Familien-Gruppen vergeben, die keine Abtreibungen durchführen. Die Gelder, die unter „Title X“-Fondgelder vergeben werden, sind für die Gesundheitsvorsorge für ärmere Menschen bei Geburtenkontrolle vorgesehen. Die Gelder können nicht für Abtreibungen verwendet werden, trotzdem haben sie indirekt mitgeholfen, den Abtreibungsbetrieb von Planned Parenthood zu stützen.

US-Lebensschutzorganisationen haben die Maßnahme von Trump begrüßt.

Gericht weist Ahmadiyya-Klage gegen Islamkritikerin Necla Kelek ab

Necla Kelek bei einer Veranstaltung in Zürich im April 2009. Bild: Adrian Baer
Die Klage des Islamverbandes Ahmadiyya Muslim Jamaat gegen die Publizistin Necla Kelek ist in erster Instanz in wesentlichen Punkten vom Landgericht Frankfurt abgewiesen worden.

Daniel Haas | Neue Zürcher Zeitung

Die Klage des Islamverbandes Ahmadiyya Muslim Jamaat gegen die Publizistin Necla Kelek ist in erster Instanz in wesentlichen Punkten vom Landgericht Frankfurt abgewiesen worden.

Deutschlands prominenteste Islamkritikerin hatte 2018 in einem Radiointerview erklärt, die Ahmadiyya-Gemeinde agiere «wie eine Sekte», sie nutze ihren Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts, um «eine politische Agenda» durchzusetzen. Ferner seien die Ahmadiyya-Moscheen «Orte der Männer» und ein von den Gläubigen verlangter Treue-Eid auf den Kalifen, das Oberhaupt der Gemeinschaft, mache einen Austritt faktisch unmöglich.

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Anti-Missbrauchsgipfel: Das sagen Deutschlands Bischöfe und Theologen

Bild: © KNA
Vier Tage lang wurde im Vatikan über das Thema Missbrauch diskutiert. Was sagen die deutschen Bischöfe und Theologen dazu? Die einen finden die Ergebnisse „sehr klar“, die anderen fürchten, dass die Kirche „mit Karacho an die Wand fährt“.

katholisch.de

Aus Sicht des Trierer Bischofs Stephan Ackermann ist der Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan im Ergebnis „doch ein bisschen vage“ geblieben nach vielen starken und offenen Worten während des Treffens. Er habe sich zum Abschluss „eine Art to-do-Liste“ erhofft, einen konkreteren Fahrplan für die nächsten Schritte, sagte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“.

Insgesamt aber, so Ackermann weiter, seien bei dem viertägigen Treffen viele wichtige Themen klar und offen angesprochen worden. Papst Franziskus sei es vor allem darum gegangen, die Bischöfe aus aller Welt auf denselben Stand zu bringen, was das Bewusstsein für den Umgang mit Missbrauch angehe. Und das sei sicher gelungen. Verständnis äußerte der Bischof für die Kritik etlicher Missbrauchsopfer daran, dass diese nicht selbst an den Diskussionen  teilnehmen konnten. Zwar seien bei allen Sitzungen eindrucksvolle vorab aufgezeichnete Zeugnisse von Betroffenen zu hören gewesen, doch „es wäre wahrscheinlich gut gewesen, noch mehr direkte Kontakte zuzulassen“.

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