Anti-Missbrauchsgipfel: Das sagen Deutschlands Bischöfe und Theologen


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Vier Tage lang wurde im Vatikan über das Thema Missbrauch diskutiert. Was sagen die deutschen Bischöfe und Theologen dazu? Die einen finden die Ergebnisse „sehr klar“, die anderen fürchten, dass die Kirche „mit Karacho an die Wand fährt“.

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Aus Sicht des Trierer Bischofs Stephan Ackermann ist der Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan im Ergebnis „doch ein bisschen vage“ geblieben nach vielen starken und offenen Worten während des Treffens. Er habe sich zum Abschluss „eine Art to-do-Liste“ erhofft, einen konkreteren Fahrplan für die nächsten Schritte, sagte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“.

Insgesamt aber, so Ackermann weiter, seien bei dem viertägigen Treffen viele wichtige Themen klar und offen angesprochen worden. Papst Franziskus sei es vor allem darum gegangen, die Bischöfe aus aller Welt auf denselben Stand zu bringen, was das Bewusstsein für den Umgang mit Missbrauch angehe. Und das sei sicher gelungen. Verständnis äußerte der Bischof für die Kritik etlicher Missbrauchsopfer daran, dass diese nicht selbst an den Diskussionen  teilnehmen konnten. Zwar seien bei allen Sitzungen eindrucksvolle vorab aufgezeichnete Zeugnisse von Betroffenen zu hören gewesen, doch „es wäre wahrscheinlich gut gewesen, noch mehr direkte Kontakte zuzulassen“.

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