Aus vier mach acht: Wissenschafter schaffen künstliche DNA


Trotz den neuen Basen bleibt die Doppelhelixstruktur der DNA erhalten. (Bild: Millie Georgiadis / Indiana University School of Medicine)
Die Informationsspeicherung in unserem Erbgut beruht auf vier Molekülen, die die Grundlage des genetischen Codes bilden. Nun haben Forscher im Labor ein DNA-ähnliches Molekül mit acht solcher «Code-Moleküle» entwickelt.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Der genetische Code ist universell – zumindest auf der Erde. Wie es im All aussieht, steht in den Sternen. Dass es auch anders geht als bei uns, ist klar. Jetzt haben Forscher auch eine Möglichkeit hierfür experimentell gezeigt. Ein Molekül, das auf unserer DNA beruht, ihre Eigenschaften besitzt – aber auf doppelt so vielen «Code-Molekülen» basiert.

Ein erweiterter Code

In unserem Erbgut bilden je zwei von insgesamt vier Basen ein Paar, das von sogenannten Wasserstoffbrücken zusammengehalten wird. Eine Folge von drei solchen Paaren, ein sogenanntes Basen-Triplett, codiert jeweils für eine bestimmte Aminosäure. Strukturell bilden die Basenpaare die Sprossen einer in sich gedrehten Leiter, der Doppelhelix unserer DNA. Diese steht im Mittelpunkt einer ganzen Zellmaschinerie, die dafür sorgt, dass die auf ihr gespeicherten Informationen abgelesen und umgesetzt werden.

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