EuGH: Kein Bio-Siegel für Halal-Fleisch


Im Kühlraum eines Schlachthofs in Hannover hängen ausgeblutete Rinder, die zuvor betäubt wurden. (Foto: dpa)
  • Schlachtmethoden, bei denen aus religiösen Gründen auf eine Betäubung des Tieres verzichtet wird, sind nicht grundsätzlich gleichwertig mit jenen Techniken mit Betäubung, wenn es um das Wohl der Tiere geht.
  • Deshalb darf Fleisch aus solchen Produktionen nicht mit dem europäischen Bio-Siegel ausgezeichnet werden, hat der Europäische Gerichtshof entschieden.

Süddeutsche Zeitung

Fleisch, das aus rituellen Schlachtungen stammt, bei denen das Tier vorher nicht betäubt wurde, darf nicht das europäische Bio-Siegel tragen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Die Begründung: Diese Methoden hält das Leiden der Tiere nicht so gering wie möglich. Das jedoch sehen die Regeln für das Gütesiegel vor.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Betäubung die beste Technik ist, um das Tierwohl während der Schlachtung am wenigsten zu beeinträchtigen, hieß es vom Gerichtshof. Damit die Religionsfreiheit gewahrt bleibt, ist es im Rahmen ritueller Schlachtungen in der EU ausnahmsweise erlaubt, auf die Betäubung zu verzichten.

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