„Initiative Säkularer Islam“ stellt sich vor


Der Saal der Ibn Rushd-Goethe-Moschee war bis auf den letzten Platz gefüllt (Soeren Stache/dpa)
Wenn es politisch um den Islam geht, stammen die Wortführer meist aus Verbänden wie DITIB oder dem Zentralrat der Muslime. Das will die „Initiative Säkularer Islam“ jetzt ändern. Ihrer Meinung nach sei ein Spektrum der Muslime in Deutschland in der Öffentlichkeit kaum repräsentiert: säkulare Muslime.

Von Sebastian Engelbrecht | Deutschlandfunk

Der Gemeindesaal der liberalen Ibn Rushd-Goethe-Moschee in Berlin ist bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz gefüllt. 200 Menschen drängen sich in einem schmucklosen 60er-Jahre-Zweckbau, um zu erleben, wie sich die „Initiative Säkularer Islam“ vorstellt. Und das an einem Sonntagabend. Sprecher der Initiative ist Ali Ertan Toprak, CDU-Mitglied und Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland.

„Wir verstehen Musliminnen und Muslime als Bürgerinnen einer demokratischen Gesellschaft, die die Rechte und Pflichten aller anderen Bürgerinnen teilen. Wir sprechen uns für eine Verbesserung der bürgerlichen Teilhabe von Muslimen, aber gegen Sonderrechte für Musliminnen und Muslime aus, und das im Grundgesetz garantierte Recht auf die Freiheit des Bekenntnisses und auf ungestörte Religionsausübung beinhaltet unserer Ansicht nach nicht das Recht, religiöse Normen im öffentlichen Raum durchzusetzen.“

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