Kauder: Christen und Muslime können nicht gemeinsam zu Gott beten

Es ist unmöglich, dass Christen und Muslime gemeinsam zu Gott beten, „denn es gibt nur einen Gott. Wir reden zu einem Vatergott und nicht zu einem unbekannten Wesen.“ Davon ist der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, überzeugt.

idea.de

Es werde weiterhin einen Wettbewerb zwischen Islam und Christentum geben, sagte er am 1. März auf dem Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF) in Karlsruhe: „Wenn unsere Glaubenskraft immer weiter nachlässt, wird das nicht zur Stärkung des Christentums beitragen.“ Ihn beschäftige, dass von Jahr zu Jahr immer weniger Christen in die Kirche gingen. Er sei dankbar für jeden, der täglich versuche, nach den Worten Jesu sein Unternehmen zu führen. Aber auch darüber hinaus sollten Christen von Jesus reden. Wenn er etwa mit Muslimen spreche, rede er nicht von deren Religion, sondern warum er vom Christentum so begeistert sei. Kauder zitierte den Satz Jesu: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ (Johannes 14,6). Dadurch sei die Vater-Kind-Beziehung im Christentum entstanden, die es in keiner anderen Religion gebe. Es zeichne zudem Christen aus, keine Angst vor der Zukunft zu haben, weil sie wüssten, dass sie fest in Gottes Hand geborgen seien.

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Niqab-Streit in Kiel: Unterstützen Salafisten Katharina K.?

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Laut einem Interview mit „T-online“ räumte Katharina K. ein, bei einer möglichen juristischen Auseinandersetzung mit der Uni Kiel Unterstützung von der Föderalen Islamischen Union zu erhalten. Die Gruppierung wird der Salafistenszene zugerechnet, steht unter Beobachtung von Verfassungsschützern.

Von Jürgen Küppers | Kieler Nachrichten

Katharina K. will durchsetzen, auch künftig eine Niqab (Schleier mit Augenschlitz) tragen zu dürfen. Die Uni hatte aber ein Niqab-Verbot verhängt. Sollte es in dem Streit keine Einigung geben, hatte Katharina K. gegenüber KN-online angekündigt, „notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht“ zu ziehen, um die Wahrung ihre Grundrechte einzuklagen.

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Niko Alm: „Politik versucht Immunisierung über Religion“

Das Kreuz mit den Religionen
Niko Alm tritt seit Langem für eine echte Trennung von Religion und Staat ein. Die neue Karfreitagsregelung findet seine Zustimmung.

Carmen Baumgartner-Pötz | Tiroler Tageszeitung

Was früher ein hoher kirchlicher Feiertag war, ist es nun nicht mehr, stattdessen gibt es mit dem „persönlichen Feiertag“ vermutlich den ersten Anwärter auf das Unwort des Jahres. Mit der Änderung der Karfreitagsregelung hat die Bundesregierung eine Entscheidung getroffen, die diese Woche für große Aufregung und Debatten gesorgt hat – vor allem in der evangelischen Kirche und bei Arbeitsrechtlern. Hintergrund war das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der es für diskriminierend befunden hatte, dass nur Vertreter bestimmter Religionsgruppen am Karfreitag frei haben.

„Entweder haben alle frei oder keiner, aber ich kann nicht eine Minderheit bevorzugen“, findet Niko Alm das EuGH-Urteil und die Reaktion der Regierung absolut nachvollziehbar. Der Unternehmer, der in der vergangenen Legislaturperiode für die NEOS im Nationalrat saß und eine Zeit lang als deren Religionssprecher fungierte, wird gemeinhin als „Laizismus-Aktivist“ bezeichnet, was dem 43-Jährigen immer noch lieber ist als die Zuschreibung „Religionskritiker“: „Religionskritik findet für mich intern statt, ich kritisiere ja nur die Wirkung von Religion auf den Staat, der sich meiner Meinung nach neutral verhalten sollte“, so Alm im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.

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The Math That Takes Newton Into the Quantum World

Image Credit. NAUTILUS
In my 50s, too old to become a real expert, I have finally fallen in love with algebraic geometry. As the name suggests, this is the study of geometry using algebra. Around 1637, René Descartes laid the groundwork for this subject by taking a plane, mentally drawing a grid on it, as we now do with graph paper, and calling the coordinates x and y. We can write down an equation like x2+ y2 = 1, and there will be a curve consisting of points whose coordinates obey this equation. In this example, we get a circle!

By John Baez | NAUTILUS

It was a revolutionary idea at the time, because it let us systematically convert questions about geometry into questions about equations, which we can solve if we’re good enough at algebra. Some mathematicians spend their whole lives on this majestic subject. But I never really liked it much until recently—now that I’ve connected it to my interest in quantum physics.

If we can figure out how to reduce topology to algebra, it might help us formulate a theory of quantum gravity.

As a kid, I liked physics better than math. My uncle Albert Baez, father of the famous folk singer Joan Baez, worked for UNESCO, helping developing countries with physics education. My parents lived in Washington, D.C. Whenever my uncle came to town, he’d open his suitcase, pull out things like magnets or holograms, and use them to explain physics to me. This was fascinating. When I was 8, he gave me a copy of the college physics textbook he wrote. While I couldn’t understand it, I knew right away that I wanted to. I decided to become a physicist and my parents were a bit worried, because they knew physicists needed mathematics, and I didn’t seem very good at that. I found long division insufferably boring and refused to do my math homework, with its endless repetitive drills. But later, when I realized that by fiddling around with equations I could learn about the universe, I was hooked. The mysterious symbols seemed like magic spells. And in a way, they are. Science is the magic that actually works.

In college I majored in math, and became curious about theoretical physicist Eugene Wigner’s question about the “unreasonable effectiveness” of mathematics: Why should our universe be so readily governed by mathematical laws? As he put it, “The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” As a youthful optimist, I felt these laws would give us a clue to the deeper puzzle: why the universe is governed by mathematical laws in the first place. I already knew that there was too much math to learn it all, so, in grad school, I tried to focus on what mattered to me. And one thing that did not matter to me was algebraic geometry.

How I could any mathematician not fall in love with algebraic geometry? Here’s why: In its classic form, this subject considers only polynomial equations—equations that describe not just curves, but also higher-dimensional shapes called “varieties.” So, x2+ y2 = 1 is fine, and so is x432xy2 = y7, but an equation with sines or cosines, or other functions, is out of bounds—unless we can figure out how to convert it into an equation with just polynomials. As a graduate student, this seemed like a terrible limitation. After all, physics problems involve plenty of functions that aren’t polynomials.

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Missbrauch: Tickende Zeitbomben im Vatikan

Konkrete Maßnahmen, wie Papst Franziskus gegen Missbrauch in der katholischen Kirche vorgehen will, lassen weiter auf sich warten. Foto: AP/Gregorio Borgia
Personalentscheidungen von Papst Franziskus belegen, dass er seine eigene Null-Toleranz-Politik nicht konsequent umsetzt

Dominik Straub | derStandard.de

Die Atempause war von kurzer Dauer gewesen: Am Dienstag, keine 48 Stunden nach dem Abschlussgottesdienst nach der Missbrauchskonferenz im Vatikan, ist bekanntgeworden, dass der australische Kurienkardinal und Finanzchefs des Vatikans, George Pell, von einem Gericht in Melbourne wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Chorknaben verurteilt worden ist. Am Tag darauf wurde der „Ranger“, wie der kräftig gebaute ehemalige Footballspieler im Kirchenstaat genannt wurde, verhaftet. Pell ist der ranghöchste katholische Geistliche, der je von einem weltlichen Gericht wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs verurteilt worden ist.

Der Fall Pell ist peinlich für Franziskus: Der Australier war vom Papst im Jahr 2013, als die Missbrauchsvorwürfe in dessen Heimat längst bekannt waren, zum mächtigen Finanzchef des Vatikans ernannt worden. Zugleich wurde der Australier Mitglied der päpstlichen Reformkommission für die Kurie, die sogenannte K-9. In dieser Kommission saß bis vor kurzem auch der frühere Erzbischof von Santiago de Chile, Kardinal Francisco Javier Errázuriz Ossa. Dem 85-Jährigen wird vorgeworfen, die Strafverfolgung eines später wegen Missbrauchs verurteilten Geistlichen jahrelang verhindert zu haben.

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Die Dummheit der Amerikaner

Bild: © Universum Film
Von Cheney zu Trump: Adam McKays „Vice“ zeigt, dass die USA in ihrer Mehrheit ein Land von moralisch korrupten selbstgerechten Vollidioten sind

Rüdiger Suchsland | TELEPOLIS

Revulsion and admiration lie as close together as the red and white stripes on the American flag, and if this is in some respects a real-life monster movie, it’s one that takes a lively and at times surprisingly sympathetic interest in its chosen demon.
A.O.Scott, New York Times, in der Rezension von „Vice“

Die Filme die einmal über Donald Trump gedreht werden, können von einem berühmten Satz des NS-Propagandaministers ausgehen: „Meine Herren, in hundert Jahren wird man einen schönen Farbfilm über die schrecklichen Tage zeigen, die wir durchleben. Möchten Sie nicht in diesem Film eine Rolle spielen? Halten sie jetzt durch, damit die Zuschauer in hundert Jahren nicht johlen und pfeifen, wenn Sie auf der Leinwand erscheinen“, so Dr. Joseph Goebbels am 17. April 1945.

Das Interessante an diesem Satz ist, dass hier einer weiß, was kommen wird, so wie er weiß, was ist. Er richtet sein ganzes Handeln nur nach dem Effekt aus, nach dem Schein und der Tauglichkeit für die ästhetische Wirkung. Und tatsächlich: Ästhetisch haben die Nazis den Zweiten Weltkrieg auf ganzer Linie gewonnen. Bis heute bestimmen sie die Ikonographie des Bösen auf der Leinwand.

Wird das den Mächtigen Amerikas ähnlich gehen? Man kann im schlechten Abschneiden von „Vice“ bei der diesjährigen Oscarverleihung ein Indiz für die Tugenden und Nachteile dieses Films sehen: „Vice“ taugt nicht zur wohltemperierten politisch-korrekten Symbolhandlung wie etwa „Green Book“. Adam McKays Spielfilm über den republikanischen „Dark Knight“ Richard Cheney war der Film der diesjährigen Oscarverleihung, der am schärfsten auf die Unmoral und die Abgründe der US-amerikanischen Politik zielte.

Er zeigt nicht harmonisches Zusammenleben und Rassenversöhnung. Er zeigt ein Portrait des weißen politischen Amerika. Eines Amerika, das korrupt ist, kontrolliert von den großen Konzernen, vor allem von Waffen- und Energiekonzernen, die die Politiker wie Marionetten beherrschen.

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Bundespolizei: Bodycam-Daten landen auf Amazon-Servern

Bild: tagesschau.de
Die Bundespolizei speichert Einsatzaufnahmen von Bodycams auf Servern von Amazon. Laut Bundespolizei gibt es noch keine entsprechende staatliche Infrastrukur. Kritiker sprechen von einem kaum kalkulierbaren Risiko.

tagesschau.de

Einsatzaufnahmen von Körperkameras, sogenannten Bodycams, speichert die Bundespolizei auf Servern des Internetriesen Amazon. Der US-Anbieter sei gegenwärtig der einzige, der in Deutschland eine entsprechende Cloudlösung zur Verfügung stelle, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert seien, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Benjamin Strasser.

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Eating a lot of fiber could improve some cancer treatments

ALWAYS GOOD ADVICE Eating more foods high in fiber has been recommended to prevent cancer. Now researchers say high-fiber diets may also help a type of immune therapy work better against tumors.
The same can’t be said for taking probiotics, researchers suggest

By Tina Hesman Saey | ScienceNews

What you eat can affect how well immune therapies work against cancer. High-fiber diets may change gut microbes and make these therapies more effective, but taking probiotics could do the opposite.

Researchers looked at people with melanoma skin cancer who were getting a kind of immune therapy called PD-1 blockade or checkpoint inhibition (SN: 10/27/18, p. 16). Those who ate a high-fiber diet were five times as likely to have the therapy halt the growth of or shrink tumors as those on diets low in fiber, researchers reported February 27 in a news conference held by the American Association for Cancer Research.

High-fiber diets seem to foster a more diverse collection of gut microbes, which is associated with better outcomes from PD-1 blockade therapy, said Christine Spencer, a research scientist at the Parker Institute for Cancer Immunotherapy in San Francisco. But probiotic supplements — pills or food supplements that are supposed to contain helpful bacteria — actually reduced the diversity of microbes in cancer patients’ guts, the researchers found.

Only about 20 to 30 percent of cancer patients see their tumors stop growing or shrink with PD-1 blockade immunotherapy. Spencer and colleagues had previously determined that bacteria in the Ruminococcaceae family seem to improve responses to the treatment, but the researchers didn’t know why some people have more of those helpful bacteria than others.

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„Keine Religion ist per se schwulenfreundlich“

Der Gay Travel Index 2019 gibt Reisetipps für die LGBT-Community. Europa bleibt Hotspot der Szene – einige katholische Länder sind inzwischen besonders liberal

Von Bettina Seipp | DIE WELT

Olivier Rey ist im Berliner Stadtmagazin „Tip“ des Lobes voll: „Berlin ist bei uns ein wichtiger Sehnsuchtsort für Gays, wegen dem ‚Berghain‘ oder dem Fetisch-Festival Folsom.“ Der Franzose veranstaltet in Lyon queerfreundliche Partys unter dem Motto „Arm aber sexy“. Noch wirkt das Hauptstadtmotto aus Wowereit-Zeit elektrisierend auf die internationale LGBT-Community, das könnte sich aber bald ändern.

So ist Deutschland im aktuellen Gay Travel Index 2019 von Platz drei auf Platz 23 abgestürzt. Einer der Gründe dafür ist der Anstieg homo- und transphober Gewalt um mehr als 20 Prozent. „In Frankreich gibt es eine ähnlich besorgniserregende Entwicklung, worauf die Regierung umgehend mit einem Aktionsplan reagierte. Die Bundesregierung hingegen negiert das Problem“, sagt Christian Knuth, Autor des Gay Travel Index.

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Polizei konfisziert zwei Gewehre bei Pfarrer

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Mit der Begründung, dass er ein Recht auf Notwehr habe, hat ein Pfarrer in Italien den Besitz zweier Gewehre gerechtfertigt. Trotzdem hat ihm die Polizei in der Region Umbrien die Waffen nun abgenommen.

katholisch.de

Ungewöhnliche Beschlagnahmung im umbrischen Pietralunga: Die Polizei konfiszierte bei einem Pfarrer zwei Gewehre, wie italienische Medien am Samstag berichteten. Sie stellte die Flinten sicher, weil der Geistliche außerhalb seines Hauses mit ihnen für Fotos posiert hatte. Bei einer Hausdurchsuchung wurden nicht angemeldete und nicht sicher gelagerte Patronen gefunden.

Im Interview der umbrischen Zeitung „Corriere dell’Umbria“ berief sich der Kirchenmann auf sein Recht auf Notwehr. An erster Stelle sei er Italiener, an zweiter Christ und an dritter Priester.

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Pfaffen-Gier: Kirchen erhielten seit 1949 fast 20 Milliarden Euro vom Staat

Bild: tilly
Die staatlichen Leistungen fallen zusätzlich zur Kirchensteuer an – auf der Basis eines Beschlusses vom Ende des Heiligen Römischen Reichs. Dieses Jahr wird eine Rekordsumme fällig.

Von Michael Ashelm, Klaus Max Smolka | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Seit einem Jahrhundert sollen sie qua Verfassung abgeschafft werden – statt dessen steigen sie immer weiter: die historisch bedingten „Staatsleistungen“, die der Staat unabhängig von der Kirchensteuer an die Kirchen überweist. Wie die F.A.Z. von der kirchenkritischen Humanistischen Union erfuhr, sollen die Zahlungen in diesem Jahr nochmal um 2 Prozent steigen auf einen Rekordwert von 548,7 Millionen Euro.

Insgesamt erhielten die evangelische und die katholische Kirche seit dem Jahr 1949 fast 18,5 Milliarden Euro Staatsleistungen aus den Haushalten der Bundesländer. Das teilte Johann-Albrecht Haupt, Mitglied im Beirat der Humanistischen Union, dieser Zeitung auf Anfrage mit. Er hat die voraussichtlichen Zahlungen aus den Haushaltsplänen der Bundesländer mit den Kirchenkritikern Evelyn und Carsten Frerk zusammengestellt. Die Humanistische Union bestätigte am Nachmittag in einer Veröffentlichung die Angaben.

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Nach Anklageerhebung: Netanjahu will von der Anklagebank aus regieren

Benjamin Netanjahu. Foto: Matty Stern / U.S. Embassy Tel Aviv/ CC BY 2.0
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu will „noch viele Jahre“ im Amt bleiben und sucht dafür den Schulterschluss mit Rechtsextremisten

Oliver Eberhardt | TELEPOLIS

Als zum ersten Mal ein israelischer Regierungschef wegen polizeilicher Ermittlungen zurücktrat, ging es nur um gut 10.000 US-Dollar: 1977 fanden Journalisten heraus, dass der damalige Premierminister Jitzhak Rabin und seine Ehefrau Leah Rabin ein Bankkonto in den USA besaßen; damals war das in Israel illegal. Doch obwohl die Vorschrift damals schon umstritten war, obwohl das Geld unzweifelhaft aus dem Einkommen stammte, das Rabin vor seiner Amtszeit als Botschafter in den USA erzielt hatte, trat er zurück.

Die Vorwürfe, die die Generalstaatsanwaltschaft fast 43 Jahre später gegen seinen Nachfolger Benjamin Netanjahu erhebt, wiegen um einiges schwerer: Jahrelang sollen Netanjahu, seine Frau und sein Sohn Ja’ir von Milliardären teure Geschenke gefordert und erhalten haben.

Mit dem Verleger der landesweit größten Tageszeitung, Jedioth Ahronoth, soll er eine genehmere Berichterstattung abgesprochen haben; die Gegenleistung: Steuervergünstigungen, Hilfe bei einem Visaantrag für die USA und, im Fall von Jedioth Ahronoth, ein Gesetz, das die Verbreitung von Gratiszeitungen einschränkt.

Dafür soll Netanjahu nun angeklagt werden, so hat es Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit entschieden. Es folgt nun ein Vorverfahren, in dem geklärt wird, ob die Beweise ausreichend sind; falls ja, wird das Hauptverfahren eröffnet.

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«Gelbwesten» demonstrieren den 16. Samstag in Folge in Frankreich

Die «Gelbwesten» sind am Samstag zum 16. Protesttag in Frankreich auf die Strasse gegangen. Begleitet wurden die Proteste von einem Grossaufgebot der Polizei.

Neue Zürcher Zeitung

In Paris versammelten sich Hunderte Menschen am Triumphbogen, um auf einem zwölf Kilometer langen Marsch durch die Stadt gegen die Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron zu protestieren. Für den Nachmittag wurden Demonstrationen in weiteren Landesteilen erwartet, unter anderem in Montpellier, Strassburg und Nantes.

Im Norden riefen die Organisatoren «Gelbwesten» aus der Region und den Nachbarländern Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland dazu auf, in Lille zusammenzukommen. «Der Kampf ist international», hiess es in einem auf englisch und deutsch übersetzten Demonstrationsaufruf im sozialen Netzwerk Facebook.

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Nach Missbrauchsskandal: Umfrage zeigt Vertrauensverlust in Kirche

Bild: © Jürgen Fälchle/Fotolia.com
Schlechte Noten für die katholische Kirche: Eine aktuelle Umfrage offenbart einen deutlichen Vertrauensverlust in die Kirche. Eine große Mehrheit der Befragten sieht durch den Missbrauchsskandal einen „langfristigen Schaden“.

katholisch.de

Deutliches Alarmzeichen für die katholische Kirche in Deutschland: Laut einer am Samstag veröffentlichten INSA-Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung glauben 82 Prozent der deutschen Katholiken, dass der Umgang mit dem Missbrauchsskandal der Kirche „langfristig schaden“ werde. 52 Prozent der Befragten hätten zudem schon einmal überlegt, aus der Kirche auszutreten, 38 Prozent dächten derzeit über einen Austritt nach und 22 Prozent hätten dies fest vor, so die „Bild“-Zeitung. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 4.000 Personen befragt, darunter 1.004 Katholiken.

Laut den Ergebnissen misstraut eine Mehrheit der Katholiken dem angekündigten Kurswechsel ihrer Kirche beim Thema Missbrauch. So erwarteten nur 19 Prozent, dass die Kirche ihr Null-Toleranz-Versprechen in die Tat umsetzen werde, 53 Prozent glaubten das hingegen nicht.

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