„Keine Religion ist per se schwulenfreundlich“


Der Gay Travel Index 2019 gibt Reisetipps für die LGBT-Community. Europa bleibt Hotspot der Szene – einige katholische Länder sind inzwischen besonders liberal

Von Bettina Seipp | DIE WELT

Olivier Rey ist im Berliner Stadtmagazin „Tip“ des Lobes voll: „Berlin ist bei uns ein wichtiger Sehnsuchtsort für Gays, wegen dem ‚Berghain‘ oder dem Fetisch-Festival Folsom.“ Der Franzose veranstaltet in Lyon queerfreundliche Partys unter dem Motto „Arm aber sexy“. Noch wirkt das Hauptstadtmotto aus Wowereit-Zeit elektrisierend auf die internationale LGBT-Community, das könnte sich aber bald ändern.

So ist Deutschland im aktuellen Gay Travel Index 2019 von Platz drei auf Platz 23 abgestürzt. Einer der Gründe dafür ist der Anstieg homo- und transphober Gewalt um mehr als 20 Prozent. „In Frankreich gibt es eine ähnlich besorgniserregende Entwicklung, worauf die Regierung umgehend mit einem Aktionsplan reagierte. Die Bundesregierung hingegen negiert das Problem“, sagt Christian Knuth, Autor des Gay Travel Index.

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