Pfaffen-Gier: Kirchen erhielten seit 1949 fast 20 Milliarden Euro vom Staat


Bild: tilly
Die staatlichen Leistungen fallen zusätzlich zur Kirchensteuer an – auf der Basis eines Beschlusses vom Ende des Heiligen Römischen Reichs. Dieses Jahr wird eine Rekordsumme fällig.

Von Michael Ashelm, Klaus Max Smolka | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Seit einem Jahrhundert sollen sie qua Verfassung abgeschafft werden – statt dessen steigen sie immer weiter: die historisch bedingten „Staatsleistungen“, die der Staat unabhängig von der Kirchensteuer an die Kirchen überweist. Wie die F.A.Z. von der kirchenkritischen Humanistischen Union erfuhr, sollen die Zahlungen in diesem Jahr nochmal um 2 Prozent steigen auf einen Rekordwert von 548,7 Millionen Euro.

Insgesamt erhielten die evangelische und die katholische Kirche seit dem Jahr 1949 fast 18,5 Milliarden Euro Staatsleistungen aus den Haushalten der Bundesländer. Das teilte Johann-Albrecht Haupt, Mitglied im Beirat der Humanistischen Union, dieser Zeitung auf Anfrage mit. Er hat die voraussichtlichen Zahlungen aus den Haushaltsplänen der Bundesländer mit den Kirchenkritikern Evelyn und Carsten Frerk zusammengestellt. Die Humanistische Union bestätigte am Nachmittag in einer Veröffentlichung die Angaben.

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