Niko Alm: Neue Karfreitagsregelung – ein gelungener Abbau religiöser Privilegien


Die neue Lösung überwindet ungerechtfertigte Bevorzugung und ist weltanschaulich neutral. Die Empörung der Kritiker ist freilich entlarvend

Niko Alm | derStandard.de

Fast jeder freut sich über einen arbeitsfreien Tag, sogar Unternehmer und Geschäftsführer. Doch persönliche Vorteile sind keine Grundlagen für politische Entscheidungen. Und so kann man sich für sich selbst einen neuen Feiertag wünschen, aber den Weg dorthin für politisch nicht richtig halten.

Der Karfreitag war in Österreich in der Zweiten Republik immer ein Werktag für fast alle Berufstätigen. Nur für Protestanten und Altkatholiken wurde im Generalkollektivvertrag eine Ausnahme geschaffen. Sie konnten an dem Tag beten gehen, ohne dafür einen Urlaubstag zu verbrauchen. Die notwendige Arbeit musste gegebenenfalls von anderen Kollegen im Unternehmen geleistet werden. Ora et non labora.

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