Muslimischer Vater verurteilt, weil er seine Kinder nicht zu den Proben des Weihnachtssingens schickte


Nicht an allen Schulen kann das Weihnachtsfest unverkrampft begangen werden. (Bild: Goran Basic / NZZ)
Das Zürcher Obergericht hat die Verurteilung eines 32-jährigen muslimischen Vaters zu einer Busse bestätigt. Er hatte seine Kinder nicht an Proben fürs Weihnachtssingen in Dietikon teilnehmen lassen.

Tom Felber | Neue Zürcher Zeitung

Im November 2016 hatte ein heute 32-jähriger muslimischer Vater in Dietikon um Dispensation seiner drei Söhne vom Weihnachtssingen in der Kirche und von den Proben dazu ersucht. Nach einer Anhörung wurden die Kinder zwar vom Weihnachtssingen, nicht aber von den Proben, die während des Schulunterrichts stattfanden, dispensiert. Trotzdem schickte der Vater seine Kinder nicht zu den Proben. Die Schulpflege Dietikon beantragte daraufhin im Januar 2017 beim Statthalteramt eine Busse im Sinne von § 57 des Volksschulgesetzes wegen Verletzung der Elternpflichten.

Busse von 500 Franken

Im März 2017 stellte das Statthalteramt Dietikon einen Strafbefehl gegen den Vater mit einer Busse von 500 Franken aus. Diese Busse wurde im Januar 2018 von einem Einzelrichter am Bezirksgericht Dietikon bestätigt.

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