Bullshistic: Wie der Religionsunterricht von Computerspielen profitieren kann – Im Gottessimulator


Bild: gamechurch
Computerspiele und Religionsunterricht zusammenbringen, ist das Ziel von Thimo Zirpel. Der Religionslehrer an einer Gesamtschule hat über das Thema promoviert. Im Interview erklärt er, wie Zocken den Schülern Gott näher bringen kann.

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KNA: Sie vertreten die Meinung, dass Computerspiele einen besonderen Zugang zu Schülern schaffen können. Wie meinen Sie das?

Thimo Zirpel (Religionslehrer an einer Gesamtschule): Ich formuliere es mal so: Alle Jungs in meiner sechsten Klasse spielen das Computerspiel „Fortnite“ und verbringen sehr viel Zeit damit. Mit Zustimmung der Eltern haben wir auch gemeinsam gespielt. Die Schüler fanden es großartig, diese Erfahrung mit ihrem Lehrer zu teilen. Wenn Kinder sehen, dass sich ihr Lehrer dafür interessiert, was ihnen wichtig ist, dann interessieren sie sich auch ein Stück mehr dafür, was im Unterricht passiert. Es ist ein Schritt, die Leidenschaft der Kinder zu teilen und zu verstehen, warum sie das machen.

KNA: Was macht ein Computerspiel zur Nutzung im Religionsunterricht attraktiv?

Zirpel: Es gibt Spiele, in denen ein Prophet vorkommt, der auftritt und handelt. Damit hat man eine Verbindung zu den Prophetengeschichten in der Bibel und ein illustrierendes Beispiel. Solche Spiele bevorzugen Religionslehrer, die sich mit Computerspielen nicht so gut auskennen.

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