Bundesagentur: Viele geflüchtete Frauen ohne Job


Die Bundesagentur für Arbeit will mehr Jobs für geflüchtete Frauen: „Wir müssen die Frauen erreichen, sonst verlieren wir im Integrationsprozess die Familien“, sagte Vorstandsmitglied Valerie Holsboer im Interview der „Nürnberger Nachrichten“. „Das Thema liegt mir am Herzen, weil in den Geflüchteten-Haushalten oft viele Kinder aufwachsen. Wenn die nicht mitbekommen, dass gearbeitet wird, und ihre Mutter nicht als selbstbewusst und finanziell unabhängig erleben, dann wird was schiefgehen.“

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Einen Grund für die geringe Erwerbsbeteiligung von weiblichen Flüchtlingen sieht Holsboer in der Kultur, bei der Erwerbstätigkeit von Frauen nicht üblich ist. Zum anderen gebe es aber auch Regionen in Deutschland, in denen geflüchtete Frauen mit Ressentiments rechnen müssten, wenn sie sich in der Gesellschaft bewegen. „Da bleiben sie erst recht zuhause“, sagte Holsboer. „Wir müssen deshalb über Anreize gehen, die Frauen aufsuchen und ihnen die Möglichkeiten, die es gibt, aufzeigen – zum Beispiel die Teilzeitausbildung.“

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