This Is Where Your Childhood Memories Went – Your brain needs to forget in order to grow

Image: Illustration by Gérard DuBois/NAUTILUS
We called them fairy rocks. They were just colorful specks of gravel—the kind you might buy for a fish tank—mixed into my preschool’s playground sand pit. But my classmates and I endowed them with magical properties, hunted them like treasure, and carefully sorted them into piles of sapphire, emerald, and ruby.

By Ferris Jabr | NAUTILUS

Sifting the sand for those mystical gems is one of my earliest memories. I was no older than 3 at the time. My memory of kindergarten has likewise been reduced to isolated moments: tracing letters on tan paper with pink dashed lines; watching a movie about ocean creatures; my teacher slicing up a giant roll of parchment so we could all finger-paint self-portraits.

When I try to recall my life before my fifth birthday, I can summon only these glimmers—these match strikes in the dark. Yet I know I must have thought and felt and learned so much. Where did all those years go?

Psychologists have named this dramatic forgetting “childhood amnesia.” On average, people’s memories stretch no farther than age three and a half. Everything before then is a dark abyss. “This is a phenomenon of longstanding focus,” says Patricia Bauer of Emory University, a leading expert on memory development. “It demands our attention because it’s a paradox: Very young children show evidence of memory for events in their lives, yet as adults we have relatively few of these memories.”

In the last few years, scientists have finally started to unravel precisely what is happening in the brain around the time that we forsake recollection of our earliest years. “What we are adding to the story now is the biological basis,” says Paul Frankland, a neuroscientist at the Hospital for Sick Children in Toronto. This new science suggests that as a necessary part of the passage into adulthood, the brain must let go of much of our childhood.

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Wer sind die Feinde Israels?

Demonstration der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden. Bild: Jüdische Stimme
Die Preisverleihung an die Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden machte deutlich, wie divers jüdisches Leben in Deutschland ist

Peter Nowak | TELEPOLIS

Ist die Organisation Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. antisemitisch? Diese Frage beschäftigte einige Wochen die Medien. Der Anlass war die Verleihung des Göttinger Friedenspreises. Wohl kaum eine Auszeichnung hat eine solche Aufmerksamkeit erregt.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisierte die Preisverleihung. In einem Brief des Zentralratsvorsitzenden an den Göttinger Oberbürgermeister heißt es:

Mit Befremden haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Stiftung Dr. Roland Röhl am Sonnabend, den 09. März 2019, den Göttinger Friedenspreis 2019 an die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.“ verleihen wird. Die Stadt Göttingen ist durch Ihre Person ebenso wie die Universität Göttingen Mitglied im Kuratorium der Dr. Roland Röhl-Stiftung und verantwortet diese Entscheidung daher mit.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, der Verein „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ ist ein aktiver Unterstützer von Veranstaltungen der gegen Israel gerichteten Boykottbewegung BDS (Boycott, Divestment and Sanctions; zu Deutsch: „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“). Ich muss sicherlich nicht erläutern, welche historischen Vorläufer Boykotte gegen jüdische Einrichtungen oder Juden in Deutschland haben und welche Assoziationen mit derartigen Aktionen erzeugt werden.

Auszug aus dem Brief des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden Josef Schuster an den Göttinger Oberbürgermeister

Obwohl sich die Stadt Göttingen, die Universität und andere Institutionen von der Preisverleihung zurückgezogen haben, blieb die Jury bei ihrer Entscheidung und die Preisverleihung fand im am 9. Janaur in Göttingen nun ganz im zivilrechtlichen Rahmen statt.

Diversität auch unter Jüdinnen und Juden anerkennen

Ein israelsolidarisches Bündnis protestierte dagegen unter der Parole „Kein Frieden mit den Feinden Israels“. In einem Offenen Brief forderte das Bündnis eine Aufarbeitung, warum die Jury die Organisation für preiswürdig erklärte und dann in einem Interview gleich die Neubesetzung der Jury.

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Philosoph Schmidt-Salomon: Mit Humanismus gegen moralischen Starrsinn

Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon plädiert für mehr Gelassenheit in aufgeheizten Zeiten. (picture alliance / dpa / M. C. Hurek)
Weltweit sind Fundamentalisten auf dem Vormarsch und auch hierzulande prägen oft unversöhnliche Gegensätze die Debatte. Was dagegen hilft? Moralische Gelassenheit und ein „evolutionärer Humanismus“, so der Philosoph Michael Schmidt-Salomon.

Moderation: Joachim Scholl | Deutschlandfunk Kultur

Entspannt euch!, rät Michael Schmidt-Salomon in seinem neuen Buch. Dahinter steckt aber kein Wellness-Ratgeber, sondern ein umfassendes Denkgebäude. Denn der Philosoph und Pädagoge ist schon lange überzeugt: Humanismus ist das beste Rezept gegen ein weltweites Problem der Gegenwart: gegen moralischen Dogmatismus. Bereits vor fünfzehn Jahren hat er mit seinem „Manifest des evolutionären Humanismus“ einen Bestseller gelandet. Einige seiner Thesen hat er nun zu einer „Philosophie der Gelassenheit“ weiter entwickelt.

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Kirchentagspräsident beklagt katholischen Umgang mit Missbrauch: „Der Mühlstein wird immer schwerer“

Themenbild.
Der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Leyendecker, hat den Umgang der katholischen Kirche mit dem Thema Kindesmissbrauch kritisiert. Die mangelnde Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft sei ihm schleierhaft.

DOMRADIO.DE

Der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT), Hans Leyendecker, kritisiert den Stand der Missbrauchsaufklärung der katholischen Kirche. Die „immer noch nicht erfolgte Öffnung der Archive oder die mangelnde Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft sind mir schleierhaft“, sagte Leyendecker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag) vor der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen.

„In ökumenischer Solidarität haben wir ein großes Interesse daran, dass die Verbrechen in den Kirchen aufgeklärt werden.“ Mit dramatischen Worten charakterisiert der frühere Leitende Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“ die Lage beider Kirchen unter dem Eindruck der Missbrauchskrise. „Wir spüren, dass der Mühlstein immer schwerer wird. Einer Kirche, die sich auf Jesus Christus beruft, zieht Missbrauch den Boden weg.“

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Die Mikrobots kommen – Neue Nanofabrikations-Methode erzeugt Millionen Mini-Roboter auf einmal

Zehntausende autonomer Mikro-Roboter entstehen auf einmal aus einem Silizium-Halbleiter – Nanofabrikation macht es möglich. © Marc Miskin
Krabbelnde Roboterarmee: Sie sind nur 70 Mikrometer groß, krabbeln mit Solarantrieb und werden zu Millionen auf einmal produziert. US-Forscher haben Mikro-Roboter entwickelt, die autonom agieren und nur Licht als Energiequelle benötigen. Produziert werden sie über ein mehrschrittiges Verfahren in Massenauflage – aus einem kleinen Silizium-Wafer wird eine Armee aus einer Million Mikro-Robotern, wie die Wissenschaftler berichten.

scinexx

Ob als Drohne, Erkundungshelfer oder Killermaschine: Autonome Roboter sind im Kommen. Selbstständig agierend und unverwüstlich, sollen sie überall dort Aufgaben übernehmen, wo es für Menschen zu gefährlich oder lebensfeindlich ist. Doch neben diesen eher großen, komplexen Robotern arbeiten Forscher auch an kleineren, sozial agierenden Exemplaren. Diese Mini-Roboter sind einzeln zwar eher dumm, können aber im Schwarm selbstorganisiert agieren und so selbst komplexe Aufgaben lösen.

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Kiffen für Allah

Longpapes gibt es in Pakistan nicht. Die Besucher des Schreins füllen ihr Haschisch in Zigaretten und rauchen, so wie dieser Mann, meistens aus der Faust | Alle Fotos von Nils Heininger
Der deutsche Fotojournalist Nils Heininger hat in Lahore ein muslimisches Ritual besucht, das westliche Vorstellungen des Islams auf die Probe stellt.

Von Tim Geyer | VICE.com

Drogen zu konsumieren, auch Cannabis, ist in Pakistan verboten – genau wie im Islam. Aber in Pakistan führen viele Wege zu Gott. In den vielen Moscheen des islamischen Landes führt dieser Weg meistens über das Gebet. In den Schreinen der Sufis aber auch über uralte Rituale, bei denen in einigen Gemeinden Haschisch geraucht wird. Und das obwohl auf Drogendelikte in Pakistan unter Umständen sogar die Todesstrafe steht. Oft gilt der Sufismus als liberaler Gegenentwurf zu orthodoxen Formen des Islam. Wie liberal manche Sufis ihren Glauben leben, hat der deutsche Fotojournalist Nils Heininger im Januar im pakistanischen Lahore erlebt.

Jeden Donnerstag treffen sich dort etwa hundert Menschen in einem Schrein, um gemeinsam Musik zu machen, zu tanzen – und zu kiffen.

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Gigantic Galaxy Clusters Sing a Spooky Song into the Cosmos

NASA’s Hubble Space Telescope captured this stunning view of the galaxy cluster RXC J0142.9+4438 on Aug. 13, 2018, using the observatory’s Advanced Camera for Surveys and Wide Field Camera 3. (Image: © ESA/Hubble & NASA, RELICS)
The galaxy cluster in question, known as RXC J0142.9+4438, contains thousands of galaxies held together by gravity. In addition, each galaxy is home to countless stars — some of which shine brightly in the foreground of the Hubble image. 

By Samantha Mathewson | SPACE.com

„Compact galaxies and a few foreground stars create brief tones, while elongated spiral galaxies produce longer notes that can change pitch,“ according to System Sounds.

The largest grouping of galaxies lies near the center of the image and produces sound in the midfrequency range, which can be heard about halfway through the video.

Conversely, objects captured near the bottom of the image produce lower notes, and those near the top produce higher notes, according to the statement.

The photo was taken Aug. 13, 2018, using Hubble’s Advanced Camera for Surveys and Wide Field Camera 3. When a massive object, such as a galaxy cluster, falls between an observer (like the Hubble telescope) and a more distant target in the background, the intervening object creates a so-called gravitational lens that magnifies the observer’s view.

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Missbrauchsfälle treiben die Menschen aus der Kirche

Themenbild. Bild: bb
Die Zahl der Austritte erreichte 2018 bei den Katholiken in manchen Regionen Höchstwerte. Kirchenleute machen dafür die sexuellen Übergriffe verantwortlich – aber nicht nur.

Simon Hehli | Neue Zürcher Zeitung

2018 war ein Desaster für die katholische Weltkirche, insbesondere die zweite Jahreshälfte. Im August erschien ein Bericht zu den Machenschaften von Priestern im amerikanischen Teilstaat Pennsylvania. Die Untersuchung deckte auf, dass es Tausende von sexuellen Missbrauchsfällen gegeben hatte – und dass die Kirchenoberen diese systematisch vertuschten. Genauso erschütternd waren die Erkenntnisse eines Berichts, den die deutsche Bischofskonferenz im September veröffentlichte. Mindestens jeder zwanzigste Priester soll in der Nachkriegszeit zum Täter geworden sein, die Zahl der Opfer in der Bundesrepublik beträgt 3677. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wie sich nun zeigt, hatten die internationalen Schlagzeilen auch erhebliche Auswirkungen auf die katholische Kirche in der Schweiz. Im Jahr 2010 gab es nach dem ersten Aufflammen der Missbrauchsdiskussion im ganzen Land einen Höhepunkt bei den Kirchenaustritten.

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Malaysier erhält zehn Jahre Haft wegen Beleidigung des Islam

Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Regierung von Premierminister Mahathir inszeniert sich laut politischen Beobachtern immer stärker als Hüterin des Islam, um gegen fundamentalistische und nationalistische Opposition bestehen zu können

kathpress

Wegen Beleidigung des Islam und des Propheten Mohammed hat ein malaysisches Gericht einen Facebook-Nutzer zu zehn Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Der nur unter seinem Facebook-Namen „Ayea Yea“ bekannte Angeklagte habe sich vor Gericht in zehn Fällen der ihm zur Last gelegten Vergehen als „schuldig“ erklärt, berichtete das unabhängige Nachrichtenportal Malaysiakini am Samstag.

Drei weitere Verfahren wegen „Beleidigung des Islams“ seien vor Gerichten in der Stadt Kuching sowie in Kuala Lumpur derzeit anhängig, sagte Polizeichef Mohamad Fuzi Harun gegenüber Malaysiakini. Die rechtliche Basis der Anklagen sind demzufolge malaysische Strafrechtsparagrafen gegen die „Verursachung gesellschaftlichen Unfriedens“ und die Verbreitung religiöser Vorurteile sowie das Gesetz über „Soziale Medien und Kommunikation“. Es verbietet die Verbreitung „anstößiger Inhalte“.

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Wissenschaftler: Soziale Medien lassen Sprache nicht verlottern

(Bild: dpa, Michael Kappeler/Archiv)
Ohne Punkt und Komma schreiben viele Menschen in sozialen Medien. Doch wie wirkt sich das auf den Sprachgebrauch aus? Ein Experte gibt überraschende Antworten.

heise online

Der Mannheimer Sprachforscher Henning Lobin bricht eine Lanze für die sozialen Medien. Anders als von konservativen Sprachkritikern behauptet, könnten die Menschen auch auf Facebook & Co. sehr wohl differenzieren. „Von einem Verlottern der Sprache kann keine Rede sein“, sagte der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim.

So zeigten Studien, dass Sprache je nach Anlass oder Adressat mehr oder weniger lax benutzt werde. Eine formelle Mail, etwa eine Bewerbung, werde in Stil und Orthografie ganz anders abgefasst als eine an einen Freund, in der beispielsweise auf Kommas gänzlich verzichtet werde.

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Christentum und Islam: Wie politisch darf der Glaube sein?

Brüder im Geiste? Imam Sheikh Ahmad al-Tayyeb und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere im Mai 2017 auf dem Evangelischen…Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Wer sagt, der politische Islam gehöre nicht zu Deutschland, kennt die Geschichte des Christentums nicht. Oder er misst mit zweierlei Maß. Ein Kommentar.

Von Malte Lehming | DER TAGESSPIEGEL

Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Dieser Satz soll eine Brücke bilden von Islamgegnern zu Islamkritikern, von Konservativen zu Liberalen, von Gläubigen zu Atheisten. Deshalb muss möglichst unbestimmt bleiben, was mit „politisch“ gemeint ist. Es reicht eine Ahnung. Irgendwas mit Weltanschauung, Gesellschaftsgestaltungswille, rigider Moral. Kurz alles, was über das Gebet im stillen Kämmerlein hinausgeht.

Muss eine Religion unpolitisch sein, um akzeptiert zu werden? Ein kurzer Blick auf das Christentum.

Martin Luther King, der Baptistenprediger, sein „I have a dream“ vor dem Lincoln-Memorial in Washington D.C., das „We shall overcome“ der Bürgerrechtsbewegung, deren Analogie von Moses, der die Israeliten aus der Gefangenschaft führte, zu ihrer Hoffnung, von Gott aus der Sklaverei geführt zu werden, „Let my people go“. Hochpolitisch und tiefreligiös.

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