Malaysier erhält zehn Jahre Haft wegen Beleidigung des Islam


Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Regierung von Premierminister Mahathir inszeniert sich laut politischen Beobachtern immer stärker als Hüterin des Islam, um gegen fundamentalistische und nationalistische Opposition bestehen zu können

kathpress

Wegen Beleidigung des Islam und des Propheten Mohammed hat ein malaysisches Gericht einen Facebook-Nutzer zu zehn Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Der nur unter seinem Facebook-Namen „Ayea Yea“ bekannte Angeklagte habe sich vor Gericht in zehn Fällen der ihm zur Last gelegten Vergehen als „schuldig“ erklärt, berichtete das unabhängige Nachrichtenportal Malaysiakini am Samstag.

Drei weitere Verfahren wegen „Beleidigung des Islams“ seien vor Gerichten in der Stadt Kuching sowie in Kuala Lumpur derzeit anhängig, sagte Polizeichef Mohamad Fuzi Harun gegenüber Malaysiakini. Die rechtliche Basis der Anklagen sind demzufolge malaysische Strafrechtsparagrafen gegen die „Verursachung gesellschaftlichen Unfriedens“ und die Verbreitung religiöser Vorurteile sowie das Gesetz über „Soziale Medien und Kommunikation“. Es verbietet die Verbreitung „anstößiger Inhalte“.

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