Missbrauchsfälle treiben die Menschen aus der Kirche


Themenbild. Bild: bb
Die Zahl der Austritte erreichte 2018 bei den Katholiken in manchen Regionen Höchstwerte. Kirchenleute machen dafür die sexuellen Übergriffe verantwortlich – aber nicht nur.

Simon Hehli | Neue Zürcher Zeitung

2018 war ein Desaster für die katholische Weltkirche, insbesondere die zweite Jahreshälfte. Im August erschien ein Bericht zu den Machenschaften von Priestern im amerikanischen Teilstaat Pennsylvania. Die Untersuchung deckte auf, dass es Tausende von sexuellen Missbrauchsfällen gegeben hatte – und dass die Kirchenoberen diese systematisch vertuschten. Genauso erschütternd waren die Erkenntnisse eines Berichts, den die deutsche Bischofskonferenz im September veröffentlichte. Mindestens jeder zwanzigste Priester soll in der Nachkriegszeit zum Täter geworden sein, die Zahl der Opfer in der Bundesrepublik beträgt 3677. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wie sich nun zeigt, hatten die internationalen Schlagzeilen auch erhebliche Auswirkungen auf die katholische Kirche in der Schweiz. Im Jahr 2010 gab es nach dem ersten Aufflammen der Missbrauchsdiskussion im ganzen Land einen Höhepunkt bei den Kirchenaustritten.

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