Anne Schneider bleibt bei Forderung nach assistiertem Suizid


Knapp fünf Jahre nach ihrer Krebsdiagnose bleibt die Frau des früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anne Schneider, bei ihrer Forderung nach einer Erlaubnis ärztlicher Hilfe bei der Selbsttötung.

evangelisch.de

„Ich plädiere für die rechtliche Möglichkeit eines ärztlich assistierten Suizids“, erklärt Schneider im am Montag erschienenen Buch „Vom Leben und Sterben“. Dies gelte unabhängig von dem, „was ich selber vielleicht tun oder vielleicht nicht tun will“, erklärt sie darin weiter. Menschen sollten ihr Leben in einer menschenwürdigen Weise beenden können, begründet sie ihre Forderung.

Wegen der Brustkrebserkrankung seiner Frau Anne hatte der damalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider im Sommer 2014 vorzeitig sein kirchliches Amt niedergelegt. Während der beginnenden politischen Debatte über ein Verbot organisierter Hilfe beim Suizid trug das Ehepaar damals öffentlich in Interviews eine Kontroverse aus: Anne Schneider plädierte für die Suizidassistenz, bei der ein Arzt, Angehöriger oder Außenstehender dem Sterbewilligen ein tödliches Mittel überlässt. Nikolaus Schneider vertrat die Position der Kirchen in Deutschland, wonach das nicht erlaubt sein sollte.

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