SXSW 2019: Genetisch veränderte Menschen – Forschung fürchtet sich vor „Frankenstein“-Moment


Amy Webb. Viele Besucher in Austin wollten die Zukunftsforscherin der New Yorker Stern School of Business sehen. (Foto: Getty Images)
Künstliche Intelligenz, Gentechnik und Big Data revolutionieren Forschung und Medizin. Die Innovationen wecken Hoffnungen, schüren aber auch Ängste.

Sebastian Matthes, Britta Weddeling | Handelsblatt

Wenn auf einem der Panels bei der Digitalkonferenz South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin das Schlagwort Crispr angekündigt wird, dann ist der Saal bis auf den letzten Platz besetzt, und viele Interessierte warten vor den Türen vergeblich auf Einlass. Die molekulare Maschine Crispr spürt bestimmte Abschnitte im menschlichen Genom auf und „schneidet“ sie heraus. So können Fehler im DNA-Code im Prinzip so einfach korrigiert werden wie der Tippfehler in einem Textdokument.

Schwere genetisch bedingte Erkrankungen wie einige Krebsarten oder Sichelzellenanämie könnten bald der Vergangenheit angehören, hofft Fyodor Urnov, einer der führenden Crispr-Wissenschaftler weltweit. Er leitet die Forschung des Innovative Genomics Institute (IGI) der Universität Berkeley. „Die Ära von Crispr ist das Ende der genetischen Krankheiten“, prophezeit Urnov.

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