Missbrauch: Studie vermutet Dunkelfeld mit bis zu 144.000 Opfern – Autor selbst weist auf Problem der kleinen Stichprobe hin


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Bereits die von den deutschen Bischöfen in Auftrag gegebene MHG-Studie vermutete eine hohe Dunkelziffer bei den Missbrauchsopfern durch Geistliche. Ulmer Wissenschaftler nennen nun konkrete Zahlen. Doch die sind problematisch.

katholisch.de

Eine Studie des Ulmer Kinderpsychiaters Jörg Fegert geht von einer großen Zahl bislang nicht bekannter Missbrauchsfälle im kirchlichen Raum aus. Das Dunkelfeld liege sowohl für die katholische als auch für die evangelische Kirche in Deutschland bei geschätzten 114.000 Missbrauchsopfern, wie die Universität am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Zuerst hatte die Tageszeitung „Die Welt“ über die Untersuchung berichtet, die demnächst in der Fachzeitschrift „Journal of Child Sexual Abuse“ erscheinen soll.

Eine von den katholischen Bischöfen in Auftrag gegebene Untersuchung hatte aufgrund von Aktenstudien eine Zahl von 3.677 Betroffenen ermittelt. Demnach gab es zwischen 1946 und 2014 in Deutschland mindestens 1.670 Beschuldigte sexueller Übergriffe, darunter mehrheitlich Priester.

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