Physiker kehren die Zeit um – Quantencomputer demonstriert Rücksprung von Qubits gegen das Gesetz der Thermodynamik

Lässt sich die Zeit umkehren? Für winzige Augenblicke ist möglich – im Quantencomputer. © tsarcyanide/ MIPT
Quantencomputer als Zeitmaschine: Physiker haben das scheinbar Unmögliche möglich gemacht – und die Zeit umgekehrt. Sie brachten Qubits auf einem Quantencomputer für Sekundenbruchteile dazu, sich gegen den Zeitpfeil der Thermodynamik zu entwickeln. Statt zufällige, unordentliche Zustände einzunehmen, sprangen die Qubits auf ihren geordneten Ausgangszustand zurück. Dies entspricht einer Umkehrung der normalen Entropie und damit auch der Zeit, wie die Forscher im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten.

scinexx

Das zweite Gesetz der Thermodynamik gibt für viele Prozesse eine eindeutige Richtung vor. In einem geschlossenen System nimmt demnach die Unordnung – in Form der Entropie – stets zu. Wird beispielsweise ein Dreieck aus Billardkugeln beim Anstoß zerstreut, werden sich die Kugeln nicht von selbst wieder zum Dreieck anordnen. Auch eine zerbrochene Tasse wird nicht von selbst wieder ganz. Auch wenn andere Gesetze der Physik durchaus symmetrisch und reversibel sind – für die Entropie gilt dies nicht.

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Surprise! Dust Ring Discovered in Mercury’s Orbit

Artist’s illustration showing several dust rings circling the sun, formed by the gravitational tugs of orbiting planets. Recently, scientists discovered a dust ring at Mercury’s orbit and concluded that Venus‘ ring likely originates from a group of as-yet-undiscovered co-orbital asteroids. (Image: © Mary Pat Hrybyk-Keith/NASA’s Goddard Space Flight Center)
Two dusty discoveries may shake up our understanding of the inner solar system.

By Mike Wall | SPACE.com

Mercury shares its supertight orbit with a big ring of wandering dust, a recent study suggests. And a cloud of as-yet-undiscovered asteroids likely gave rise to a similar halo in Venus‘ neighborhood, another new paper concludes.

„It’s not every day you get to discover something new in the inner solar system,“ Marc Kuchner, a co-author of the Venus study and an astrophysicist at NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, said in a statement. „This is right in our neighborhood.“

A ring very close to the sun

Both Earth and Venus have collected co-orbiting dust rings, as the planets have shepherded the particles with powerful gravitational tugs. Mercury’s path, however, was thought to be free of such a feature.

„People thought that Mercury, unlike Earth or Venus, is too small and too close to the sun to capture a dust ring,“ Guillermo Stenborg, a solar scientist at the Naval Research Laboratory in Washington, D.C., said in the same statement. „They expected that the solar wind and magnetic forces from the sun would blow any excess dust at Mercury’s orbit away.“

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Statt das kirchliche Arbeitsrecht abzuschaffen, spricht Ramelow von „modernisieren“

Bodo Ramelow, Bild: FB

Für einschneidende Veränderungen beim sogenannten dritten Weg im kirchlichen Arbeitsrecht spricht sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow aus. Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) plädiert der evangelische Christ und Linken-Politiker außerdem für einen Umbau im Steuerrecht: Aus der Kirchensteuer könnte nach seinen Überlegungen eine Kultursteuer nach dem Vorbild Italiens werden.

Dirk Löhr, Jens Büttner | evangelisch.de

Sie haben jüngst dazu aufgerufen, Alternativen zur Kirchensteuer zu diskutieren. Warum?

Bodo Ramelow: Die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen wird ja seit vielen Jahren immer wieder diskutiert, ebenso wie der Einzug der Kirchensteuer über die Finanzämter. Jetzt erleben wir gerade wieder ein Aufflammen dieser Diskussion, angereichert allerdings um den Vorschlag einer Moscheesteuer. Die Einführung einer Moscheesteuer ist leicht gefordert, innerhalb der bisherigen Systematik aber gar nicht zu machen. Eine Moscheesteuer analog zur Kirchensteuer würde lediglich dazu führen, dass die islamischen Gemeinden sich dem verweigern würden. Das haben sie ja auch schon deutlich signalisiert. Ein Grund ist, dass sie in diesem Fall ein Namensverzeichnis anlegen müssten, denn die Kirchensteuer wird ja tatsächlich namenskonkret vom Finanzamt für die beiden Amtskirchen eingezogen.

Was schlagen Sie also statt einer Moscheesteuer vor?

Ramelow: Ich habe mir die Lösung des Problems im europäischen Vergleich angeschaut und finde das italienische Modell überaus spannend. Die italienische Kultursteuer wird von jedem Steuerzahler gezahlt. Sie ist zwar deutlich niedriger als der Kirchensteueranteil bekennender Christen hierzulande – sie macht nur etwa ein Zehntel aus. Aber: Jeder zahlt, und die Steuer ist für alle gleich hoch. Wie hoch diese Kultursteuer letztlich sein sollte, müsste gründlich erörtert werden.

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Am Beginn der Weimarer Republik standen Staatsmassaker

An den Märzkämpfen beteiligt: Freikorps Reinhard (in der Straße Unter den Linden, Berlin 1919). Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S60769 / CC-BY-SA 3.0 de
In diesen Tagen jähren sich Ereignisse, die zeigen, wie schmal die Trennung zwischen bürgerlichem Staat und Faschismus ist

Peter Nowak | TELEPOLIS

Paul Brandt, Ernst Bursian, Werner Weber: Das sind nur drei von 29 Namen, die am Montagvormittag vor dem Gebäude der Französischen Straße 32 in Mitte in die Höhe gehalten wurden. Dort waren diese Männer am 11. März 1919 erschossen worden.

Etwas mehr als 100 Jahre später trafen sich nun etwa 50 Menschen zu einer Gedenkveranstaltung. Initiiert wurde sie vom Regisseur und Buchautor Klaus Gietinger. Er hat in den letzten Jahren über die Gewalt geforscht, mit der im Frühjahr 1919 rechte Freikorps gegen aufständische Arbeiter und sie unterstützende Soldaten vorgegangen sind.

Auf der Seite der Arbeiter kämpfte auch die Volksmarinedivision, über deren Geschichte Gietinger kürzlich sein neuestes Buch mit dem Titel „Blaue Jungs mit roten Fahnen“ im Unrast-Verlag veröffentlichte. Auch das Massaker vom 11. Januar 1919 wird dort behandelt.

„Tausendfache Morde in den Monaten der Noske-Zeit“

An diesem Tag wurden die Matrosen mit dem Versprechen, dass ihr Sold ausgezahlt wird, in den Hof der Französischen Straße 32 gelockt. Dort wurden sie von den Freikorps mit schweren Waffen empfangen. Gietinger sprach von einem der schlimmsten Massaker der Revolution vor 100 Jahren. Den Auftrag gab der Reichswehrminister Gustav Noske (SPD).

Die unmittelbar für die Ermordung der Matrosen verantwortlichen Wilhelm Reinhard, sein Adjutant Eugen von Kessel und Leutnant Marloh wurden nie bestraft und machten im Nationalsozialismus Karriere.

Die Sozialwissenschaftlerin Dania Alasti zitiert in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Frauen der Novemberrevolution“ (ebenfalls Unrast-Verlag) die Frauenaktivistin Lydia Gustava Heymann, die die 1941 in der Schweiz erschienenen Lebenserinnerungen geschrieben hat:

Fritz Ebert und Genossen machten nicht nur gemeinsame Sache mit diesem Bürgerstande, den sie in Erscheinung und Lebensform schon lange nacheiferten und ihm gleichten wie ein Ei dem anderen, sondern auch mit den Generälen, der Großindustrie und den Junkern. Anstatt das deutsche Volk nach erlittenen Bismarckschen Sozialistengesetzen, nach jahrzehntelangem Kampf für Beseitigung preußischer Militärgewalt, Ausbeutung und Unterdrückung (Dreiklassenwahlrecht), nach den endlosen Opfern und Leiden des Weltkriegs – der Freiheit und Selbstverantwortung entgegenzuführen, trieben es des die früheren Genossen Schritt für Schritt, aber langsam und sicher, dem Abgrund des III. Reiches zu.

Lydia Gustava Heymann

Der linksliberale Publizist Sebastian Haffner hat schon über die Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geschrieben:

Der Mord vom 15. Januar 1919 war ein Auftakt – der Auftakt zu den tausendfachen Morden in den folgenden Monaten der Noske-Zeit, zu den millionenfachen Morden in den folgenden Jahrzehnten der Hitler-Zeit.

Sebastian Haffner

Die Morde an den 30 Matrosen gehörten zu den von Haffner beschriebenen „tausendfachen Morde in den Monaten der Noske-Zeit“. In den Märztagen 1919 wurden über 1.200 Menschen, in der Regel unbewaffnete Arbeiter, in den Ostbezirken Berlins ermordet. Deutsche Militärflugzeuge warfen Bomben über Arbeiterquartieren hat.

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Dr. Frans de Waal — When Animals Weep (and laugh, love, fight, are afraid, get angry, seek revenge, and other human-like emotions)

Based on his latest book — Mama’s Last Hug: Animal Emotions and What They Tell Us about Ourselves — the legendary biologist and primatologist Frans de Waal continues his empirical and theoretical work on animal societies, politics, intelligence, sentience, consciousness and, now, feelings and emotions.

SCIENCE SALON # 57 | Skeptic

In this conversation Dr. de Waal and Dr. Shermer discuss:

  • the difference between feelings and emotions
  • the problem of “other minds” (how do we know what other people, much less animals, are thinking and feeling?)
  • why it took a century since Darwin’s book on the evolution of animal and human emotions before scientists took up the mantle
  • the push back from social scientists that Paul Ekman and other scientists, including de Waal, got for suggesting emotions evolved
  • A.I. and emotions (can we program feelings into robots?)
  • the six different emotions and why there are very probably more
  • the nature/nurture debate in the study of emotions
  • primate politics in U.S. elections: a biologist analyzes the Trump-Clinton debate #2
  • is Trump an alpha male or a bully?
  • the difference between sentience and consciousness
  • animal rights and the future of factory farming.

Das Rätsel der 21. Aminosäure – Selenocystein hat als einzige essenzielle Aminosäure keinen eigenen DNA-Code

Warum gibt es für die Aminosäure Selenocystein keinen eigenen Basencode? Und weshalb ist sie im Organismenreich so lückenhaft verstreut? © Svisio/ thinkstock
Mysteriöser Lebensbaustein: Nach gängiger Lehrmeinung sind 20 Aminosäuren unverzichtbar – doch es gibt noch eine 21., das Selenocystein. Sie wird von fast allen Wirbeltieren und vielen weiteren Lebewesen benötigt und produziert. Merkwürdig nur: Für sie existiert im Erbgut der Organismen kein eigener DNA-Code. Warum das so ist, ist bislang rätselhaft. Jetzt haben Genanalysen bei Pilzen neue Einblicke in die mögliche Evolution dieser 21. Aminosäure geliefert.

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In unserem Erbgut sind die Bauanleitungen für Aminosäuren jeweils als Basencode aus drei „Buchstaben“ codiert. Insgesamt existieren 61 solcher Codons für 20 verschiedene Aminosäuren, dazu drei Stoppcodons, die an passender Stelle das Ablesen des Codes abbrechen. Lange galten deshalb nur diese 20 Aminosäuren als essenziell – für das Funktionieren des Stoffwechsels unverzichtbar.

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Die Witwe sticht zu, und der Kopf des Feldherrn rollt: In der Bibel gibt es Geschichten, die man dort nicht erwarten würde

Eine blutige Geschichte, aber ja, sie stammt aus der Bibel: Judith ermordet den assyrischen Feldherrn Holofernes, nicht ohne vorher ihre erotischen Reize ausgespielt zu zu haben. Das wiederum faszinierte Gustav Klimt, der 1901 sein düster-laszives Bild malte. (Bild: Österreichische Galerie Belvedere, Wien)
Für das Judentum gehören sie nicht zum Alten Testament: die deuterokanonischen Schriften. Der Anhang zur neuen Zürcher Bibel enthält sie in einer neuen Übersetzung. Sie geben Einblick in eine fast vergessene Epoche der jüdischen Kultur.

Bernhard Lang | Neue Zürcher Zeitung

Titelheldin des Dramas «Judith» von Rolf Hochhuth ist eine politisch orientierte, treffsicher argumentierende, vor nichts zurückschreckende Journalistin. In ihr Visier gerät der amerikanische Präsident, als dieser die Herstellung chemischer Waffen wieder zulässt. Ihren Plan, ein Attentat auf den Präsidenten zu verüben, setzt sie in die Tat um.

Die Gestalt der Judith hat Hochhuth einem antiken jüdischen Roman entlehnt. Dieser handelt von einer jungen und schönen jüdischen Witwe, die als Mörderin des feindlichen Feldherrn Holofernes zur Heldin wird. Auch ein Gemälde von Gustav Klimt hat zur Verewigung des Ruhmes der Heldin beigetragen, die ihre körperlichen Reize hemmungslos ausspielt, um für ihr Volk zu kämpfen.

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Eichstätter Prälat weist Bericht der Bistumsanwälte zurück: Eine „einzige Unverschämtheit“

Bild: tilly
Der Eichstätter Prälat Klaus Schimmöller hat den Prüfbericht der Bistumsanwälte zum Finanzskandal scharf kritisiert. Dessen Aussagen seien eine „einzige Unverschämtheit“ und keine der Anschuldigungen gegen das Domkapitel belegt.

DOMRADIO.DE

So zitiert ihn der „Donaukurier“. Der 77-Jährige gehörte von 1983 bis 2011 dem Domkapitel an, von 2004 bis 2010 als Domdekan in leitender Funktion. Schimmöller ist der erste höhere Geistliche, der sich namentlich in der Affäre kritisch zur Bistumsleitung öffentlich positioniert.

Prälat weist Anschuldigungen zurück

Gegenüber der Zeitung wies Schimmöller insbesondere die Aussage der Anwälte zurück, ein kleiner Zirkel hochrangiger Geistlicher habe die Leitungsmacht in der Diözese auf sich vereinigt. Nach dem Bayerischen Konkordat von 1924 habe das Kapitel eindeutig die Aufgabe, an der Leitung der Diözese mitzuwirken. Diese habe das Gremium in der Zeit seiner Mitwirkung erfüllt.

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Lichtnahrung: Mann (22) hungert sich auf Karibik-Insel zu Tode

Bild: TAG24
Ein deutscher Staatsbürger ist vermutlich aufgrund des Glaubens an ein esoterisches Konzept namens „Lichtnahrung“ gestorben.

TAG24

Die Lehre gibt es schon lange. Nach über 20 Jahren ohne größere Vorfälle starb offenbar ein Hamburger an den Folgen der umstrittenen Fasten-Lehre.

Bei der Idee der „Lichtnahrung“ handelt es sich um eine esoterische Weltanschauung, wonach Menschen angeblich erlernen können, sich von Lichtenergie zu ernähren und auf Lebensmittel verzichten zu können. Ihre Anhänger organisieren sich unter anderem über Workshops und Kongresse.

Der gebürtige Hamburger Finn B. starb Ende 2017 im Alter von 22 Jahren auf der Karibik-Insel Dominica, wie Recherchen des NDR ergeben haben.

Die oberste Staatsanwältin des Inselstaates bestätigte, dass der Mann vorher gefastet habe und dass dies die wahrscheinliche Todesursache sei. Die Todesursache muss noch offiziell in einem Gerichtsverfahren festgestellt werden.

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HVD startet Kampagne „EINE_R VON UNS“

Derzeit kann man überall im Berliner Stadtbild humanistische Botschaften wie diese entdecken. Foto: © HVD Berlin-Brandenburg
Mit Postkarten, Plakaten, Aufklebern und Kinospots will der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Berlin-Brandenburg auf sich aufmerksam machen und für seine Ideen werben.

hpd.de

Seit Ende Februar kann man humanistische Botschaften überall im Berliner Stadtbild finden. Der HVD Berlin-Brandenburg will seine religionsfreie Weltanschauung und Praxis konkret und greifbar machen: „Wir zeigen Gesichter und damit Menschen, die sich in ihrem Alltag für eine menschlichere Gesellschaft stark machen und eine_r von uns sind“, heißt es im Begleitheft zur Kampagne. Diese Gesichter sind männlich und weiblich, alt und jung, queer und kulturell vielfältig. Sie sind so bunt wie die Gesellschaft, für die der HVD eintritt und der er Unterstützung, Rat und Hilfe bieten möchte. „Wir vermitteln unsere Werte, brechen sie auf Alltagshandlungen herunter und schaffen so Anknüpfungspunkte für Interessierte und Gleichgesinnte.“

Die „humanistischen Gesichter“ findet man in Videoportraits, die das Herzstück von EINE_R VON UNS ausmachen. Seit vergangener Woche laufen die Spots auch in verschiedenen Kinos in Berlin und Brandenburg. Auch Plakate mit den humanistischen Botschafterinnen und Botschaftern werden das ganze Jahr über in der Hauptstadt geklebt. Außerdem wird der HVD bis Ende des Monats mit knapp 200.000 „Edgar-Freecards“ in Cafés, Restaurants und Kneipen präsent sein. Dort kann sie jeder aus den Aufstellern kostenlos mitnehmen. Darauf stehen Zitate aus den Videoportraits wie „Es ist scheißegal, wen du liebst“, „Ich bin meine eigene Lebensexpertin“ oder „Gott hilft nicht“. Aufkleber mit Slogans wie „Jeder hat das Recht, frei von Religion zu sein“ gibt es ebenfalls, die öffentlich ausgelegt werden und die man hier bestellen kann.

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Dogmatikerin an Bischöfe: Deutsche Kirche hat jeden Kredit verspielt

Bild: © katholisch.de
Bei einem Studientag haben sich die deutschen Bischöfe am Mittwoch in Lingen mit der weiteren Aufarbeitung des Missbrauchsskandals beschäftigt. In einem Redebeitrag ging die Erfurter Dogmatikerin Julia Knop dabei hart mit Kirche und Bischöfen ins Gericht.

katholisch.de

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Referate veröffentlicht, die am Mittwoch von Experten bei einem Studientag zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Lingen gehalten wurden. Die Beiträge zu dem Tag unter dem Titel „Die Frage nach der Zäsur. Studientag zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“ sind auf der Internetseite der Bischofskonferenz abrufbar (siehe Linktipp). Die Veröffentlichungen umfassen das Einführungsreferat der Erfurter Dogmatikerin Julia Knop sowie die Vorträge des Pastoraltheologen Philipp Müller (Mainz), des Fundamentaltheologen Gregor Maria Hoff (Salzburg) und des Moraltheologen Eberhard Schockenhoff (Freiburg).

Insbesondere Knop fand in ihrem Referat vor den versammelten Bischöfen deutliche Worte. Die im vergangenen Herbst vorgestellte Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen in der katholischen Kirche in Deutschland habe „grauenhafte und widerwärtige Untaten von Klerikern in einem Ausmaß ans Licht gebracht, dass die katholische Kirche in Deutschland jeglichen Kredit verloren hat“.

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