Mormonische Vielehe in TV-Serien: Der Mann als zeugender Gott


Ist Polygamie gottgewollt? Ein mormonischer Missionar malt unter anderem „Der Plan Gottes“ in eine Fußgängerzone (dpa picture alliance/ Fredrik von Erichsen)
Die Vielehe ist in den USA zwar gesetzlich verboten, trotzdem praktizieren einige mormonische Familien sie bis heute. Damit befassen sich auch zwei TV-Serien: eine fiktionale und eine dokumentarische. Beide beleuchten die sozialen Auswirkungen der Polygamie.

Von Tim Baumann | Deutschlandfunk

„Hallo Schatz, der Hackbraten braucht noch zehn Minuten.“

Wenn Bill Henrickson von der Arbeit nach Hause kommt, begrüßt er zunächst seine Frau Barbara…

„Wo ist deine Mama? Hallo Schatz, da steckst Du!“

…dann seine Frau Nicolette…

„Hi!“ / „Hallo!“ / „Probier mal – Kartoffelsalat“ / „Mmh!“

…und schließlich seine Frau Marge.

In der US-Dramaserie „Big Love“ verfolgen die Zuschauer, wie die Henricksons ihren Alltag bestreiten – stets um Geheimhaltung ihrer Familienkonstellation bemüht: Denn ein Ehemann mit drei Ehefrauen und sieben Kindern – das ist nicht nur unkonventionell, sondern in den USA auch illegal.

Sex statt Religion

Dennoch bietet „Big Love“ die Möglichkeit, sich mit den Protagonisten zu identizieren. Denn die Serie des amerikanischen Edel-TV-Anbieters HBO nimmt sich deutlich mehr Zeit für alltägliche Konflikte als für religiöse Dispute – so gewinnt das Publikum allerdings weniger Einblicke in die religiösen Überzeugungen der Henricksons als in ihr Sexualleben.

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