Die Weltmeere schwächeln nicht bei der Aufnahme von Kohlendioxid


Mit einer Messrosette erfassten die Forscher Eigenschaften des Meerwassers. Daraus berechneten sie die CO2-Aufnahme. (Bild: Nicolas Gruber / ETH Zürich)
Mit einer Messrosette erfassten die Forscher Eigenschaften des Meerwassers. Daraus berechneten sie die CO2-Aufnahme. (Bild: Nicolas Gruber / ETH Zürich)

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Jahr für Jahr steigt der Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid in der Luft aufgrund von Emissionen durch den Menschen an. Der Gehalt hat seit Beginn der Industrialisierung schon um mehr als 45 Prozent zugenommen. Hätten die Ozeane nicht im ganzen Zeitraum massenhaft Kohlendioxid (CO2) aufgenommen, wäre der Anstieg sogar noch viel stärker ausgefallen. 

Mit kletternder Temperatur, so befürchten Klimaforscher, könnte die Fähigkeit der Ozeane, CO2 zu speichern, in Zukunft zurückgehen. Bis anhin macht sich dieser Effekt aber noch kaum bemerkbar. Vielmehr ist die CO2-Aufnahme durch das Meerwasser im gleichen Masse gestiegen wie der menschengemachte Ausstoss. Das berichtet jetzt ein Team um Nicolas Gruber von der ETH Zürich im Wissenschaftsmagazin «Science».

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