Venus im Schaltkreis


VNS matrix, screenshot: bb
Was macht der Feminismus in der virtuellen Welt des Cyberspace? Eine Ausstellung in Zürich zeigt bizarr markierte Geschlechtsöffnungen und führt ein ins Östrogen-Hacking

Von Hans-Joachim Müller | DIE WELT

Zumindest zwei Grundannahmen sollte man akzeptieren, im Zürcher Migros Museum für Gegenwartskunst und der Ausstellung zum „Post-Cyber-Feminism“. Achtung, jetzt nur keinen Sternchenfehler machen. Erstens: Die Künstler*innen gehören in der Mehrheit der sogenannten „Post-Internet-Ära“ an. Was meint, dass ihnen von Geburt an keine andere als die digital aufgerüstete Welt zu Füßen oder zu Händen lag.

Woraus folge, dass man von einer „menschlichen Doppelexistenz im Realen wie im Virtuellen“ auszugehen habe und „unsere Realität als computermedial erzeugter Sinnhorizont definiert“ werden müsse. Das kann man so stehen lassen.

Man könnte allerdings auch mit der gebotenen Bescheidenheit einwenden, dass unsere Avatare wunderhübsche poetische Geschöpfe sind, die vielleicht doch nicht mehr intellektuelle und emotionale Zuwendung verdienen als unsere Haustiere. Jedenfalls entspräche es nicht gleich einer Verkennung des Sinnhorizonts, wenn man noch eine Weile auf der ontologischen Differenz zwischen dem Virtuellen und dem Realen bestünde.

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