Glyphosat: Unterschätzte Phosphorschleuder – Herbizid setzt ähnlich viel Phosphor frei wie Tenside – und fördert so die Überdüngung


Glyphosat enthält rund 18 Massenprozent Phosphor – genau das wird inzwischen um Problem. © designer491/ thinkstock
Überdüngung: Das umstrittene Herbizid Glyphosat hat eine bisher unterschätzte Umweltwirkung – es setzt bei seinem Abbau Phosphor in Wasser und Boden frei. Dies kann zur Überdüngung von Gewässern führen. Eine aktuelle Studie enthüllt: Durch den rapiden Anstieg der Glyphosateinsatzes gelangen inzwischen jährlich 151,3 Millionen Kilogramm Phosphor aus dem Herbizid in die Umwelt – ähnlich viel wie durch Tenside. Dieser bisher unterschätzte Aspekt müsse dringend in die Diskussionen mit einbezogen werden, warnen die Forscher.

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Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel: 8,6 Milliarden Kilogramm des Wirkstoffs wurden seit 1974 auf Felder gesprüht – meist kombiniert mit dem Anbau von Raps, Soja oder Mais, die gentechnisch gegen das Mittel resistent gemacht wurden. Gleichzeitig ist Glyphosat stark umstritten, weil einige Institutionen wie die WHO das Mittel für krebserregend halten, andere, wie die EU-Behörden ECHA und EFSA dagegen nicht.

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