Steiner-Schulen geben keine Impfempfehlung aus


Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain – USGov)

In einer Rudolf-Steiner-Schule in Biel grassieren die Masern. Das hat unter anderem mit der anthroposophischen Ideologie zu tun.

Von Andrea Kučera | NZZamSonntag

74 Personen haben sich laut Angaben des Bundesamtes für Gesundheit in der Schweiz seit Anfang 2019 mit Masern infiziert. Das ist eine Versechsfachung der Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 37 Ausbrüche entfallen auf den Kanton Bern, wobei die Hälfte der bernischen Fälle auf die Rudolf-Steiner-Schule in Biel zurückgeht.

Das ist kein Zufall: Die anthroposophische Lehre, auf die sich die Steinerschulen berufen, ist generell impfkritisch. «Aufmerksame Eltern erleben gerade bei den Masern oft eine tiefgreifende Reifung ihres Kindes», steht auf dem «Merkblatt Masern», das auf der Website der Anthroposophischen Gesellschaft Schweiz verlinkt ist. Und weiter: «Durch das Fieber überwindet das Kind nicht nur die Maserninfektion, sondern individualisiert dabei seinen Organismus.» Die Frage, wie man zu diesen Aussagen stehe, lässt Vanessa Pohl vom Verband Rudolf-Steiner-Schulen Schweiz unbeantwortet.

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