Schon Platon wusste: Wer viel aufschreibt, wird vergesslich. Und ohne Rede scheitert das Denken. Damit hat er selbst im digitalen Zeitalter recht


Bei Platon zeigt sich selbst der Pharao noch schriftkritisch: Die Hieroglyphen seien blosse Gedankenstütze. (Bild: Christophel Fine Art / Getty)
In der Bildung herrscht eine übertriebene Digitalisierungseuphorie. Dabei droht vergessen zu gehen, worauf kritisches Denken fusst.

Christoph Riedweg | Neue Zürcher Zeitung

Landauf, landab herrscht Begeisterung über die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Schulen. Mit massiven Investitionen in zusätzliche Computer, Laptops und bessere WLAN-Verbindungen, in Lernplattformen, Schulserver und interaktive Tafeln verbindet sich die Erwartung eines Quantensprungs in der Unterrichtsqualität.

Dass die Digitalisierung auch im Bildungsbereich zu grossen Veränderungen führt, steht ausser Frage. Angesichts des weithin unkritischen Enthusiasmus kann es freilich nicht schaden, auf die Stimme eines bis heute einflussreichen antiken Philosophen zu hören, der sich im Zusammenhang mit dem damals akuten Medienwandel, dem Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit, eindringlich mit den Chancen und Risiken des neuen Mediums auseinandergesetzt hat.

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