Weltraum-Flug aktiviert schlafende Viren – Nachweis infektiöser Herpesviren bei der Hälfte aller NASA-Astronauten


Der Aufenthalt im All fördert die Reaktivierung latenter Herpesviren bei Astronauten. © NASA
Infektiöse Nachwirkung: Ein Aufenthalt im Weltraum kann schlafende Herpesviren reaktivieren – und die Träger hochinfektiös machen. Bei mehr als der Hälfte aller Astronauten, die auf Space-Shuttle-Missionen oder der Internationalen Raumstation ISS waren, haben Forscher nach der Rückkehr reaktivierte Herpesviren nachgewiesen, darunter Epstein-Barr und Windpockenviren. Zwar blieb dies meist symptomlos, doch gerade für längere Missionen berge dies ein erhebliches Gesundheitsrisiko, so die Wissenschaftler.

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Astronauten haben es nicht leicht: Die extremen G-Kräfte beim Start, die Schwerelosigkeit, dazu die Belastung durch kosmische Strahlung – all dies ist für den Körper eine enorme Belastung. Dazu kommen noch die Trennung von Freunden und Angehörigen und ein stressiger Job. Die Folgen davon bleiben nicht aus: Neben dem Muskel- und Knochenschwund drohen Schäden am Herz-Kreislauf-System, Fieber und noch dazu Veränderungen des Gehirns und sogar Hirnschwund, wie Studien zeigen.

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