Kann man Parkinson riechen? Patienten verströmen offenbar einen charakteristischen Körpergeruch

Diagnose per Nase: Ist das auch bei Parkinson möglich? © Vladimir Floyd/ istock
Diagnose per Nase: Die neurodegenerative Erkrankung Parkinson lässt sich möglicherweise erschnüffeln. Wie Untersuchungen zeigen, besitzt der Hauttalg von Patienten einen charakteristischen Geruch. Demnach kommen bestimmte Duftstoffe auf der Haut von Kranken in anderen Konzentrationen vor als bei Gesunden. Diese Tatsache könnte sich in Zukunft vielleicht zur Früherkennung nutzen lassen.

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Antike Mediziner wie Hippokrates und Galen verließen sich mitunter auf ihre Nase, um zu erkennen, was ihren Patienten fehlte. Sie meinten, Krankheiten riechen zu können. Heute spielt diese Diagnosemethode zwar kaum eine Rolle mehr. Trotzdem weiß man: Manche Leiden sind tatsächlich mit einem charakteristischen Geruch verbunden. So können speziell trainierte Hunde beispielsweise bestimmte Krebsarten sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes erschnüffeln und ihre Besitzer vor einer gefährlichen Über- oder Unterzuckerung warnen.

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Verfassungsrichterin: Staatskirchenrecht muss Islam integrieren

Das deutsche Staatskirchenrecht muss nach Einschätzung der Bundesverfassungsrichterin Christine Langenfeld andere Religionsgemeinschaften stärker integrieren.

evangelisch.de

Aktuell sei das Staatskirchenrecht mit seinen Vorschriften auf christliche Kirchen zugeschnitten, sagte Langenfeld am Montagabend auf einer Fachtagung in Mülheim an der Ruhr. Vor dem Hintergrund der Zuwanderung brauche es eine stärkere Integration von anderen Religionsgemeinschaften, vor allem des Islam.

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A Weird Powder Puzzle on the Martian Moon Phobos May Be Solved

The Stickney Crater on Mars‘ moon Phobos. New research suggests that reddish and bluish areas on the moon’s surface point the way to understanding its formation.
(Image: © NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)
Understanding the process could help reveal the moon’s strange origins.

By Charles Q. Choi | SPACE.com

The eccentric orbit of the Martian moon Phobos could drive the flow of powder across the moon’s surface, a new study finds, shedding light on Phobos‘ mysterious origins.

Dark gray, potato-shaped Phobos is only about 14 miles (22.5 kilometers) wide, but it is by far the larger of Mars‘ two moons, at more than seven times the mass of its companion, Deimos. Phobos orbits at only about 3,700 miles (6,000 km) from the Martian ground, closer to its planet than any known moon; as a result of this tight orbit, Phobos zips around Mars three times per Earth day.

Previous work revealed an odd dichotomy on the surface of Phobos. Some areas are reddish, while others are bluish, Ron Ballouz, lead author of the new study and an astrophysicist at the Japanese Aerospace Exploration Agency (JAXA), told Space.com.

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Fake-Kampf gegen iranische „Fake-Accounts“

Grafik: GDJ
Facebook, Twitter und YouTube löschen tausende Accounts im Kampf gegen ein „iranisches Propagandanetzwerk“. Dann kommen Fragen auf

Fabian Goldmann | TELEPOLIS

In Zeiten von Fake News, Cyberangriffen und Meinungsmache mittels Bot-Netzen schien es endlich einmal eine positive Nachricht zu sein. Hunderte Accounts eines iranischen Netzwerkes habe man enttarnt und gelöscht, meldete Facebook im vergangenen Jahr.

Endlich, so der Tenor vieler Medien, schien der wegen seiner Tatenlosigkeit gegen Wahlbeeinflussung und rechte Meinungsmache kritisierte Tech-Gigant einmal Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Und nicht nur er: Twitter und YouTube meldeten in den Wochen und Monaten darauf ähnliche Erfolge und machten mit im Kampf gegen das vermeintliche Riesenheer iranischer Fake-Accounts.

Einige Monate später nun mehren sich allerdings die Hinweise, dass es sich bei vielen der gelöschten Accounts nicht um Propaganda-Bots der iranischen Regierung, sondern um ganz reale Personen handelt. Und die Kritik nimmt zu, dass hinter der großen Social-Media-Löschaktion keine nüchterne Datenanalyse, sondern politische Motive stecken.

„Koordiniertes unauthentisches Verhalten mit Ursprung im Iran“

Die wohl einmalige und bis heute andauernde Aktion der großen Social-Media-Anbieter begann mit einem Post im Facebook-eigenen Newsroom. „Wir haben 652 Seiten, Gruppen und Accounts wegen koordinierten unauthentischem Verhalten mit Ursprung im Iran (…) entfernt“, schrieb Facebooks Cybersecurity-Chef Nathaniel Gleicher am 21. August vergangenen Jahres.

Am 31. Januar 2019 legte das Unternehmen noch einmal nach und verkündete die Löschung Hunderter weiterer „Fake-Accounts“. Auch YouTube-Betreiber Google und Twitter schlossen sich der Aktion an und löschten insgesamt Tausende Accounts eines vermeintlichen iranischen Propaganda-Netzwerkes von ihren Plattformen.

Einer, der der Darstellung früh widersprach, ist Sayed Mousavi. Wenige Tage nach Facebooks erster Mitteilung wandte sich der iranische Student und Twitter-Aktivist an die Öffentlichkeit: „Ich bin gestern aufgewacht und sah, dass meine Seite mit der Ankündigung von Twitter genommen wurde, sie hätten ein iranisches Desinformationsnetzwerk entschärft.“ Mousavi ist für Iran-Beobachter kein Unbekannter.

Unter dem Twitter-Namen @SayedMousavi7 berichtet er seit Jahren über das politische Geschehen im Land. Einen Namen machte er sich unter anderem durch die Analyse von Videos der Proteste zum Jahreswechsel 2017/ 2018 in seiner Heimat. Auch westliche Journalisten stützten sich in der Vergangenheit auf seine Expertise.

Mousavi sollte nicht der einzige Fall bleiben, der zeigt, dass die große Löschaktion sich nicht nur gegen Fake-Accounts richtete. Von Social-Media-Redakteuren iranischer Medien über TV-Moderatoren bis hin zu Bloggern meldeten sich in den vergangenen Wochen immer mehr Menschen zu Wort, die der Darstellung von Facebook und Co. widersprechen.

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Gysi: Muss den Papst häufig verteidigen – gegenüber Katholiken

Bild: © dpa/Bernd von Jutrczenka (Archivbild)
Er glaubt zwar nicht an Gott, ist aber dennoch voll des Lobes für Papst Franziskus und die moralische Kraft der Religionen: Linkenpolitiker Gregor Gysi erzählt, warum er den amtierenden Pontifex sogar oft gegenüber Katholiken verteidigen muss.

katholisch.de

Der frühere Linke-Spitzenpolitiker Gregor Gysi hat das Engagement von Papst Franziskus gelobt. Trotz aller Kritik, die er am Papst in Fragen der Sexualmoral, des Umgangs mit Homosexualität oder den Missbrauchsfällen anbringen müsse, sei Franziskus „mit seinen immer wieder geäußerten Positionen zum Frieden und seiner Bedrohung und zu den sozialen und ökologischen Folgen kapitalistischen Wirtschaftens ein wichtiger Impulsgeber für die gesellschaftliche Entwicklung“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Linken der jüngsten Ausgabe der österreichischen Zeitschrift „miteinander“. Angesichts dessen müsse er den Papst sogar „häufig gegenüber Katholiken verteidigen“, so der Politiker.

Gysi, der sich selbst als nicht-gläubig bezeichnet, würdigt im Magazin des Canisiuswerkes den Wert der Religionen für die Regeneration von Wert- und Moralvorstellungen in der Gesellschaft: So sehe er zur Zeit nur die Religionen in der Lage, „grundlegende Moral- und Wertvorstellungen allgemeinverbindlich in der Gesellschaft“ prägend zur Geltung zu bringen. Die Linke habe ihre Kraft in dieser Hinsicht spätestens seit dem Ende des real existierenden Sozialismus „für längere Zeit verwirkt“; die Rechte ordne indes Wert- und Moralvorstellungen den wirtschaftlichen Imperativen unter – „der Markt aber kann keine Moral- und Wertvorstellungen hervorbringen“.

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Forscher erzeugen Superkristall – Ultrakurzer Laserpuls bringt Mischkristall in einen zuvor unbekannten Materialzustand

Durch einen Laserpuls bildeten sich in einem heterogenen Material geordnete dreidimensionale Gitterstrukturen – ein Superkristall entstand. © L-Q Chen Group / Penn State
Exotischer Zustand: Ein einziger Laserpuls kann reichen, um ein „normales“ Material in einen exotischen Superkristall zu verwandeln – das belegen nun Experimente von US-Forschern. Ihnen ist es gelungen, durch raffinierte Schichtung des Ausgangsmaterials und einen gezielten Laserpuls eine neuartige Kristallstruktur zu erschaffen. Dieser Superkristall bleibt bei Raumtemperatur stabil und stellt einen ganz neuen Materialzustand dar, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Materials“.

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Die meisten Feststoffe liegen in Kristallform vor: Ihre Atome oder Moleküle bilden ein geordnetes, periodisches Gitter. Dessen Struktur prägt die Eigenschaften dieser Materialien und macht sie beispielsweise zu Halbleitern, brechungsstarken Linsen oder Metamaterialien, die Licht stoppen oder als Frequenzverdoppler für Strahlung wirken. Forscher schätzen zudem, dass ein Drittel aller kristallinen Feststoffe topologische Materialien sind – sie zeigen ein exotisches elektrisches Verhalten.

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Missbrauch: Immer mehr Katholiken verlassen Kirche

Themenbild. Bild: bb
Seit immer wieder neue Missbrauchsfälle in der Kirche bekannt werden, ist die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Osnabrück drastisch angestiegen. Das hat eine Recherche von NDR 1 Niedersachsen ergeben.

NDR.de

Beim Standesamt in der emsländischen Kreisstadt Meppen sind es seit Jahresbeginn 63 Katholiken, die die Kirche verlassen haben – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. In Haren haben sich die Zahlen für diesen Zeitraum sogar verdreifacht: von zehn Austritten im vergangenen Jahr auf 32 in diesem Jahr.

Fall in Merzen hat Folgen

Anfang Dezember hatte das Bistum Osnabrück veröffentlicht, dass ein Priester in Merzen im Landkreis Osnabrück Kinder sexuell missbraucht haben soll. Die Ortschaft gehört zur Samtgemeinde Neuenkirchen.

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Dämonen und Tieropfer: Haft für „Geisterheiler“

Der Angeklagte (Bild: privat)
Mit unkonventionellen Methoden versprach ein 53-Jähriger Heilung und zockte Frauen mit absurden Investitionen ab. Schaden: 50.000 Euro. Jetzt musste er in Sankt Pölten vor Gericht.

heute.at

Ein Akademiker musste jetzt am Landesgericht Sankt Pölten auf die Anklagebank: Der Ägypter (53) soll laut Anklage seinen Opfern, vor allem einer Frau (44), rund 53.000 Euro abgeknöpft haben.

Der 44-Jährigen hatte sich der verheiratete, vierfache Familienvater als geschieden vorgestellt. Sie verliebte sich in den „seriösen Mann“ im feinen Zwirn und Jaguar-Kutsche, hoffte auf eine gemeinsame Zukunft, öffnete in der Folge Herz und Brieftasche für ihn.

Stieropfer gegen Homosexualität

Frech: Unter einem anderen Namen – er kannte ja ihre Probleme und jene ihrer Bekannten – kontaktierte er die 44-Jährige als „Geist(er)heiler“ übers Internet, versprach ihr, deren Sohn von homosexuellen Neigungen „erlösen“ zu können. Dafür müsse er nur zwei Stiere opfern und 1.000 Euro kassieren. Die Frau bezahlte. Die 44-Jährige und der Ägypter heirateten sogar nach islamischen Recht.

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Papst lehnt Rücktritt von Kardinal Barbarin vorerst ab

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Angebotene Demission des erstinstanzlich wegen Nichtanzeige sexuellen Missbrauchs verurteilten Erzbischofs von Lyon „unter Gel­tend­ma­chung der Unschuldsvermutung“ nicht angenommen

kath.net

Papst Franziskus hat den Rücktritt des in erster Instanz wegen Nichtanzeige sexuellen Missbrauchs zu einer Bewährungsstrafe verurteilten französischen Kardinals Philippe Barbarin vorerst abgelehnt. Barbarin zieht sich aber ab sofort „für einige Zeit“ von der Ausübung des Bischofsamts zurück und übergibt die Leitung der Erzdiözese Lyon seinem Generalvikar Yves Baumgarten. Das teilten Kardinal Barbarin und Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Dienstag in zwei parallel in Lyon und Rom veröffentlichten Kommuniques mit.

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Medizin in NRW: Antibiotika-Forschung hält mit Entwicklung der Keime nicht mit

Die Entwicklung der Antibiotika kann laut Gesundheitsexperten nicht mit multiresistenten Keimen mithalten. Foto: Daniel Karmann/dpa

 

Diakonie zieht wegen Einstellungspraxis vor Bundesverfassungsgericht

BVerfG Verhandlung 1989 (CC-by-sa/3.0/de from Dt. Bundesachiv)
Lilie: Wollen selbst entscheiden, wann jemand evangelisch sein muss
Wer bei der Kirche arbeitet, soll möglichst Kirchenmitglied sein. Diese Einstellungspraxis der Kirchen stellten jüngst der Europäische Gerichtshof und das Bundesarbeitsgericht infrage. Nun soll das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

evangelisch.de

Im Streit um das Verlangen einer Kirchenmitgliedschaft bei Stellenbewerbern ruft die Diakonie das Bundesverfassungsgericht an. Wie der Bundesverband am Dienstag in Berlin mitteilte, hat das evangelische Werk Verfassungsklage gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts und ein vorhergehendes des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) eingelegt. Beide Gerichte hatten im vergangenen Jahr entschieden, dass Kirchen und ihre Einrichtungen nicht in jedem Fall von Stellenbewerbern die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche verlangen dürfen. Dadurch sehe man sich in unzulässiger Weise im verfassungsrechtlich garantierten Selbstbestimmungsrecht beschränkt, erklärte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

„Wir brauchen Klarheit darüber, dass unser Recht auf Selbstbestimmung nicht durch EU-Recht ausgehöhlt wird“, sagte Lilie. Er verwies auf den Vertrag zur Arbeitsweise der EU, der Religionsgemeinschaften in den einzelnen Mitgliedstaaten vor Beeinträchtigung schütze.

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Vorwurf der sexuellen Belästigung: Woelki beurlaubt Düsseldorfer Stadtdechanten

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Gegen den Düsseldorfer Stadtdechanten ist der Vorwurf der sexuellen Belästigung gegenüber einem Erwachsenen erhoben worden. Der zuständige Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki reagierte umgehend.

katholisch.de

Kardinal Rainer Maria Woelki hat den Düsseldorfer Stadtdechanten Ulrich Hennes bis auf Weiteres und mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern beurlaubt. Gegen ihn sei der Vorwurf der sexuellen Belästigung gegenüber einem erwachsenen Praktikanten erhoben worden, teilte das Erzbistum Köln am Dienstag mit. Die Diözese habe den entsprechenden Hinweis an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet und davon unabhängig ein innerkirchliches Verfahren eröffnet. Hennes bestreite den Vorwurf, hieß es weiter. Bis zum Abschluss der eingeleiteten Verfahren solle keine Vorverurteilung stattfinden; es gelte die Unschuldsvermutung, so das Erzbistum.

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