Bullshistic zum Thema Atheismus

“Die Wissenschaft kann nur Antworten auf bestimmte Fragen geben. Wir sollten die Demut haben, anzuerkennen, dass vieles um uns ein Mysterium bleiben wird.“
Am 20.März wurde der Physik- und Astronomie Professor Marcelo Gleiser mit dem „Templeton-Preis“ ausgezeichnet, berichtet die offizielle Webseite des Preises.

Tabea Maria Hänsel | glaube.at

Die Jury ehrt mit der Auszeichnung Menschen, die einen außerordentlichen Beitrag zur Erforschung der spirituellen Dimension des Lebens geleistet haben. Sei es durch besondere Erkenntnisse, Forschungsarbeit oder praktische Arbeiten. Mit dem 1,5 Millionen US-Dollar dotierten Preis wurden schon der Dalai Lama, Desmond Tutu und Mutter Theresa geehrt.

Die Jury zeichnete Marcelo Gleiser deshalb aus, weil er eine prominente Stimme dafür ist, dass Wissenschaft allein nicht zur ultimativen Wahrheit führen kann. Gleiser erforscht die Zusammenhänge zwischen Natur- und Geisteswissenschaften und Spiritualität.

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House of One: „Botschafterin“ Catherine Dussmann zieht sich zurück

Bild: bb
„Mit Ihrer Hilfe wollen wir Toleranz aufbauen und für Verständnis und Frieden zwischen den drei monotheistischen Religionen sorgen.“ So wirbt Catherine von Fürstenberg Dussmann in einem kleinen Werbevideo noch im März 2019 auf der Internetseite des künftigen interreligiösen Sakralbaus.

Dr. Friedmann Eißler | EZW

Zu dem Zeitpunkt ist sie allerdings schon nicht mehr „Botschafterin für das House of One in Berlin“, wie sie dort präsentiert wird. Die Berliner Unternehmerin, seit 2011 Vorsitzende des Stiftungsrates der Dussmann Group, die in Berlin unter anderem das Kulturkaufhaus Dussmann betreibt, beendet ihr Engagement für das House of One.
Als Grund nannte sie wachsende Spannungen um die polarisierende Präsenz des muslimischen Trägervereins in dem Projekt. Dabei handelt es sich um den Verein Forum Dialog, der zur Gülen-Bewegung (Hizmet) in Deutschland gehört. „Ich kann kein Projekt unterstützen, das anstelle Verständigung und Dialog zwischen und innerhalb der Religionen zu fördern neue Konflikte erzeugt“, so Dussmann in einer Stellungnahme. Die Beteiligung der auf muslimischer Seite umstrittenen Gülen-Bewegung sei „zu wenig, um islamische Gläubige in Deutschland insgesamt anzusprechen“, wurde sie in der Presse zitiert.

Die Tatsache, dass der (einzige) offizielle muslimische Partner des großen Projekts ein kleiner Verein der Hizmet-Bewegung ist, der keinerlei Moscheegemeinden repräsentiert oder hinter sich hat, stellt in der Tat eine Schwierigkeit dar, deren Ausmaß sich durch die hierzulande durchschlagenden politischen Konflikte der Türkei mit der rabiaten Verfolgung von jedem und allem, was nur im Entferntesten mit „Gülen“ in Verbindung gebracht wird, gewissermaßen potenziert hat. War es von vornherein nicht einfach, muslimische Partner zu gewinnen, und die Aussicht gering, dass sich neben einem „Gülen-Verein“ andere muslimische Akteure engagieren würden, so hat sich dieser Aspekt verschärft.

Allerdings ist das House of One von Anfang an sehr transparent und offen mit der Situation umgegangen. Die zusätzlichen Schwierigkeiten, die der Putschversuch in der Türkei mit seinen dramatischen Folgen nach sich zieht, sind dem Dialogprojekt nicht anzulasten. Die Initiatoren wollen eine breite Beteiligung, nicht nur von muslimischen, sondern auch von christlichen und jüdischen Akteuren. So bemüht sich auch Imam Kadir Sanci vom House of One um Austausch und Kooperationen mit muslimischen Persönlichkeiten und Institutionen, was auf vielen Ebenen und in verschiedenen Ländern, etwa dem nordirakischen Kurdistan oder mit „Botschaftern“ aus Georgien und der Zentralafrikanischen Republik, auch gelinge. „Dass das nur in kleinen Schritten geschehen kann, ist Teil unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit“, sagte Verwaltungsdirektor Roland Stolte von der Stiftung House of One – Bet- und Lehrhaus Berlin, die in einer Pressemitteilung ihr „Bedauern über Rückzug von Catherine Dussmann“ ausdrückte und zugleich „für die vielen Jahre der vertrauensvollen und schönen Zusammenarbeit“ dankte.

Frau Dussmann gab ihre Entscheidung offiziell bekannt, kurz nachdem der Berliner Senat das für den Bau vorgesehene Grundstück am Petriplatz für einen symbolischen Euro per Erbpacht für 99 Jahre übertragen hatte. Die Grundsteinlegung für den 43,5 Millionen Euro Bau ist im April 2020 geplant.

Vorwürfe von rechten Blogs: Gewalt gegen Christen verschwiegen?

Bild: tagesschau.de
Nach dem Anschlag auf Muslime in Christchurch verweisen rechte Blogs auf Gewalt gegen Christen in Nigeria. Diese würde „verschwiegen“. Tatsächlich ist der Dauerkonflikt in Nigeria aber nicht religiös motiviert.

Von Patrick Gensing | ARD-faktenfinder

„120 Christen in Nigeria ermordet – Medien schweigen“, schreibt die Seite „Kath.net“; „Fulani-Islamisten ermorden 120 Christen in drei Wochen“ – das berichtet die Internet-Seite „Epoch Times“. Ähnliche Schlagzeilen sind seit dem Anschlag auf Muslime in Christchurch in verschiedenen rechten Blogs zu lesen. Viele behaupten, weltweit würde um Muslime getrauert, während Morde an Christen verschwiegen würden.

Als Basis für viele solcher Artikel und Kommentare in sozialen Medien dient das rechte Nachrichtenportal „Breitbart“, das am 16. März berichtete, militante Muslime hätten in Nigeria innerhalb von drei Wochen 120 Christen getötet. „Breitbart“ bezeichnete die Angreifer als Dschihadisten, also muslimische „Gotteskrieger“.

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«Hochpotente» Cannabis-Sorten bergen ein besonderes Risiko für die Gesundheit

Cannabis wird auf verschiedene Eigenschaften gezüchtet, im Bild Indoor-Anbau von THC-armem Pflanzen. (Bild: Christian Beutler/Keystone)
Forscher haben berechnet, dass 12 Prozent der psychotischen Erkrankungen verhindert werden könnten, wenn Cannabisprodukte mit einem hohen THC-Gehalt aus dem Verkehr gezogen würden. In Amsterdam wären es sogar 50 Prozent.

Lena Stallmach | Neue Zürcher Zeitung

Während in vielen Ländern darüber diskutiert wird, Cannabis zu legalisieren, versuchen Wissenschafter weiterhin die gesundheitlichen Risiken auszumachen. Dabei weisen immer mehr Studien in die Richtung, dass Cannabis eine Psychose auslösen kann, besonders bei Menschen, die aus familiären oder genetischen Gründen anfällig dafür sind. Nun haben Forscher untersucht, inwiefern unterschiedliches Konsumverhalten das Erkrankungsrisiko beeinflusst.
Grosse Unterschiede im THC-Gehalt

Die Forscher unter der Leitung von Marta Di Forti vom King’s College London hatten in ihrer Studie an elf verschiedenen Orten in Europa und Brasilien Daten erhoben. Sie verglichen den Cannabis-Konsum einer Gruppe von 900 Patienten zwischen 18 und 64 Jahren, die erstmals in ihrem Leben an einer Psychose erkrankt waren, mit demjenigen einer gesunden Kontrollgruppe, die bezüglich Alter, Geschlecht und anderer Merkmale der Patientengruppe sehr ähnlich war. Aus ihren Daten berechneten sie Folgendes:

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Here’s the Right Way to Nuke an Asteroid (Sorry, Bruce Willis)

An artist’s depiction of an asteroid. (Image: © NASA/JPL-Caltech)
If you want to use a nuclear weapon to save the world from an asteroid, don’t try to do it the way Bruce Willis did in „Armageddon,“ NASA’s planetary defense office would like to remind you.

By Meghan Bartels | SPACE.com

„If you’ve seen those movies, they’re completely bogus,“ Lindley Johnson, the planetary defense officer at NASA headquarters, said during a media session on asteroids and the art of protecting Earth from them held at the Lunar and Planetary Science Conference taking place here this week. „That’s not how we would use a nuclear explosive device to do this at all.“

But nuclear weapons are one of three techniques planetary defense experts have their eye on for nudging an asteroid off course if its orbit seems to be carrying it too close to Earth for comfort. Another method, impacting an asteroid, will be tested for the first time during the Double Asteroid Redirection Test, a NASA mission scheduled to launch in June 2021 and collide with an asteroid’s moon in October 2022.

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VOX will Nazis ins spanische Parlament bringen

Demo der Rechten und VOX gegen die Regierung und die im Gefängnis befindlichen katalanischen Politiker. Bild: VOX/public domain
Faschistoide VOX-Partei will das Parlament mit rechtsradikalen Militärs und mit einem Holocaustleugner erobern, für den die Nürnberger Prozesse eine „Farce“ waren

Ralf Streck | TELEPOLIS

Deutsche Parteien sollten sich Gedanken darüber machen, mit wem sie in Spanien kooperieren, denn ihre lokalen Partner machen dort gestandene Nazis und Holocaustleugner hoffähig, da sie mit der faschistoiden VOX-Partei in Andalusien schon jetzt gemeinsame Sache machen. Das gilt vor allem für die Unionsparteien, die mit der ultrakonservativen Volkspartei (PP) verbunden sind, und die FDP, die mit der rechten Ciudadanos (Bürger/Cs) zusammenarbeitet.

Mit der faschistoiden VOX-Partei, eine Abspaltung der PP und ein Sammelbecken Ewiggestriger, regiert die PP-Cs-Koalition schon in Andalusien zusammen. Alle Umfragen prognostizieren, dass es bei den vorgezogenen Neuwahlen am 28. April eine Rechtsregierung in Spanien nur mit Unterstützung von VOX möglich ist, auf die PP und Cs hinarbeiten. Es ist auch nicht so, dass VOX die andalusische Rechtskoalition ohne Gegenleistungen duldet. PP und Cs sind den Ultras weit entgegengekommen. Ausgerechnet die Geschichtsrevisionisten und Feinde von Frauenrechten stehen nun den Kommissionen für die historische Erinnerung und Familie vor. Diese Posten haben zudem die Ciudadanos abgegeben, die in Deutschland gerne als „liberal“ bezeichnet werden. Und die tun stets so, als hätten sie mit dem Abkommen der PP und Rechtsradikalen nichts zu tun, dabei kandidieren auch auf ihren Listen immer wieder Falangisten und andere Ultras.

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Oberkirchenrat fordert „Ethik der Algorithmen“

Die Kirchen sind nach Ansicht des Theologen Ralph Charbonnier aufgerufen, sich für eine an Gerechtigkeit orientierte Gestaltung von Digitalisierung einzusetzen.

evangelisch.de

Notwendig sei eine Ethik der

Datenerhebung, eine Ethik der Algorithmen und eine Ethik für Informatiker, sagte der Digitalisierungsexperte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf einer entwicklungspolitischen Konferenz in Berlin. „Leben braucht soziale Sicherheit eben auch in der digitalen Welt“, betonte er mit Blick auf weltweite Armutsrisiken durch digitale Technologien.

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Beschäftigung von Pädophilen – Staat verklagt Bistum

Bild: © helmutvogler/Fotolia.com
Hat das US-Bistum Wheeling-Charleston wissentlich pädophile Seelsorger in seinen Einrichtungen beschäftigt? Davon ist der Generalstaatsanwalt von West Virginia überzeugt. Die angeklagte Diözese weist einige der Vorwürfe zurück.

katholisch.de

Der Generalstaatsanwalt im US-Bundesstaat West Virginia hat das Bistum Wheeling-Charleston wegen wissentlicher Beschäftigung von Pädophilen angeklagt. Patrick Morrisey wirft in der am Dienstag (Ortszeit) eingereichten Zivilklage Bischof Michel Joseph Bransfield, der das Bistum zwischen 2005 und 2018 leitete, sowie seinen beiden verstorbenen Vorgängern Joseph Howard Hodges und Bernard William Schmitt zudem vor, keine ausreichenden Hintergrundüberprüfungen bei Seelsorgern und anderen Angestellten vorgenommen habe.

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Weg ist weg

Grafik: Tp
Kaum steigen einmal die vier güldenen Säulen des Internets aus, schon herrscht Endzeitstimmung. Dabei wäre endlich mal wieder Zeit für etwas Sinnloses

Harald Taglinger | TELEPOLIS

Da sind sie wieder, die vier güldenen Säulen des Internets, die da heißen:

Facebook

  • Instagram
  • YouTube

  • Gmail

Gut, da gäbe es noch Zapfsäule 5, Twitter, und über andere ließe sich auch noch reden. Aber geben wir es ruhig mal zu. Wenn die vier obengenannten Seligmacher nicht mehr zur Verfügung ständen, würde es eng werden in unseren spärlich erleuchteten Höhlen. Würde? Mitnichten.

Vergangene Woche trat das ein, was manche als so plausibel wie eine Kernschmelze in der Innenstadt von Wuppertal deklarieren würden: Alle vier waren nicht erreichbar. Über Stunden. Einzelne hyperventilieren deshalb immer noch.

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Staatsanwaltschaft: „Nazi-Glocken“ dürfen weiter läuten

Bild: © dpa / Uwe Anspach (Symbolbild)
Kirchenglocken mit Nazisymbolik billigen nicht die NS-Gewaltherrschaft: Das hat die Erfurter Staatsanwaltschaft nach einer Anzeige gegen die Evangelische Kirche und Landesbischöfin Junkermann erklärt. Ein juristisches Nachspiel ist aber nicht ausgeschlossen.

katholisch.de

Im Fall der sogenannten Nazi-Glocken ermittelt die Staatsanwaltschaft Erfurt nicht gegen Landesbischöfin Ilse Junkermann oder die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Es bestehe kein Anfangsverdacht für Volksverhetzung oder eine andere verfolgbare Straftat, berichtete MDR Thüringen (Mittwoch) unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Ein Privatmann hatte vor einem Monat bei der Behörde eine entsprechende Anzeige gegen Bischöfin und EKM gestellt.

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