Menschheitsgeschichte: Es gibt keine Rassen


Die vielerorts verbreitete helle Hautfarbe gibt es in Europa erst seit vier- bis fünftausend Jahren (Imago)
„Rasse“ – dieser Begriff hat viel Leid über die Menschheit gebracht. Die Idee, dass Menschen unterschiedlich viel wert sein sollten, je nach Herkunft und Hautfarbe. Doch es ist bewiesen, dass so etwas wie „Rasse“ gar nicht existiert: Die Menschen auf der Erde sind genetisch betrachtet fast gleich.

Von Dagmar Röhrlich | Deutschlandfunk

Der Begriff „Rasse“, wie wir ihn heute verstehen, entwickelte sich in der Zeit, als Europäer die Erde „entdeckten“, fremde Kontinente und Kulturen. Im 18. Jahrhundert, mit dem Entstehen der modernen Wissenschaften, begannen Philosophen und Naturforscher in ihrem Bestreben, die Welt zu ordnen und zu erklären, äußerlichen Unterschieden Wertungen beizumessen:

„Europäer – weiß, sanguinisch, muskulös

Amerikaner – rot, cholerisch, aufrecht

Asiaten – gelb, melancholisch, steif

Afrikaner – schwarz, phlegmatisch, schlaff

Carl von Linné, Systema Naturae, Zehnte Auflage, 1758“

Diese Auffassung von „Rasse“, die in der Aufklärung entstand, bildete das geistige Fundament, auf dem sich der Kolonialismus entfalten konnte, der Imperialismus und später die völkischen Rassenideologien des 19. und 20. Jahrhunderts und der Holocaust.

Weiterlesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.