Zwei gewaltige Schornsteine «entlüften» das Zentrum der Milchstrasse


Diese animierte Darstellung zeigt die beiden Fermi-Blasen oberhalb und unterhalb der Scheibe der Milchstrasse. Diese emittieren sowohl Gammastrahlung (violett) als auch Röntgenstrahlung (blau). Im umrandeten Gebiet sind die beiden Schornsteine zu erkennen, die die Fermi-Blasen mit Energie versorgen. (Bild: ESA/XMM-Newton)
Seit langem fragen sich Astronomen, wie zwei gigantische Blasen oberhalb und unterhalb der Ebene der Milchstrasse mit Energie versorgt werden. Beobachtungen mit einem Röntgenteleskop liefern jetzt eine mögliche Antwort.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Die Milchstrasse präsentiert sich am Nachthimmel als schmales Band. Der Grund dafür ist, dass unsere Heimatgalaxie flach wie eine Scheibe ist. Strenggenommen ist das allerdings nur die halbe Wahrheit. Im Jahr 2010 entdeckten Astronomen mit dem Fermi-Weltraumteleskop oberhalb und unterhalb des Scheibenzentrums zwei riesige Blasen, die sich durch ihre Gammastrahlung verrieten. Man vermutet, dass diese sogenannten Fermi-Blasen mit hochenergetischen Teilchen gefüllt sind, die vor vielen Millionen Jahren im Zentrum der Milchstrasse entstanden. Diese Vermutung erhält nun durch Beobachtungen mit einem Röntgenteleskop Auftrieb. Auf den Aufnahmen sind zwei schornsteinähnliche Gebilde zu erkennen, die senkrecht auf der Ebene der Milchstrasse stehen und die Fermi-Blasen mit dem Zentrum unserer Heimatgalaxie verbinden.

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