Bundesamt-Präsident kritisiert Unterstützer von Flüchtlingen: „Ahndung mit Mitteln des Strafrechts“


Bundesamt für Migration und Flüchtlinge © Daniel Karmann (dpa)
Wer einen abgelehnten Asylbewerber unmittelbar vor einer bevorstehenden Rückführungsmaßnahme warnt, kann künftig mit Strafen rechnen. Ein richtiger und wichtiger Schritt, findet der Präsident des Bamf, Hans-Eckhard Sommer.

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Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, hat Unterstützer von Flüchtlingen kritisiert. „Es ist ganz offensichtlich, dass einige Organisationen das Interesse verfolgen, Abschiebungen generell zu bekämpfen – ich denke vor allem an selbst ernannte Flüchtlingsräte“, sagte Sommer im Interview der „Welt am Sonntag“.

Sommer: Ahndung mit Mitteln des Strafrechts

Diese seien der Meinung, „dass sich jeder das Land seines Aufenthalts selbst aussuchen soll“. Wer „mit dieser Überzeugung unterwegs ist, versucht dann auch oft, den Staat bei Abschiebungen zu behindern“.

Sommer sagte, er halte es für richtig, dass „dieses Vorgehen mit den Mitteln des Strafrechts geahndet werden soll“. Immer wieder würden Abschiebungstermine öffentlich bekannt gemacht – „oft mit dem Hinweis, die Abzuschiebenden sollten sich an diesem Tag nicht dort aufhalten, wo sie sich sonst gewöhnlich aufhalten“.

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