Bistum Essen distanziert sich von israelkritischer Bewegung: „Das ist keine Perspektive, die zu Frieden beiträgt“


Ein Israel-freundlicher Demonstrant protestiert mit einer Israelischen Flagge im Rahmen der Ruhrtriennale 2018. © Ina Fassbender (dpa)
Pax Christi Essen sieht gewaltfreien Boykotts als legitim an, um Israel zu einer anderen Politik zu bewegen. Die Stadt sieht das anders und verweigert der Organisation die Nutzung von Räumen. Jetzt stellt sich das Bistum auch noch hinter die Stadt.

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Das Bistum Essen distanziert sich von der Unterstützung der gegen Israel gerichteten BDS-Boykottbewegung durch die katholischen Friedensbewegung Pax Christi. Das teilte das Ruhrbistum am Montag in Essen mit. Die Diözese stelle sich vielmehr „hinter das Anliegen des Rates der Stadt Essen, der BDS-Bewegung keine Einrichtungen und Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen und sonstigen Zwecke zur Verfügung zu stellen“, erklärte Bistumssprecher Ulrich Lota.

Die BDS-Bewegung („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) bekenne sich nicht eindeutig zum Existenzrecht Israels, greife auf antisemitische Stereotype zurück und rufe zum Boykott von israelischen Waren und Unternehmen auf, stellte Lota die Position der Kirche klar. Aus Sicht des Bistums Essen vertrete sie somit keine Perspektive, die zu einem gerechten Frieden beitragen könne.

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