Gerd Müller(CSU): Das bisherige christliche Wirtschaften hat uns an Grenzen gebracht, lasst uns weiter christlich Wirtschaften


Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Kirchen dazu aufgefordert, sich noch stärker für Frieden, Umweltschutz und globale Gerechtigkeit einzusetzen. Das herkömmliche Wirtschaften habe die Welt an ihre Grenzen gebracht, betonte Müller am Montag in einem Vortrag vor der bayerischen evangelischen Landessynode in Lindau. Daher sei eine Umkehr nötig: „Dazu müssen entscheidende Impulse von den Kirchen kommen. Als Christen sind wir in der Verantwortung“, sagte Müller.

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In seiner Rede mit dem Titel „Global denken, lokal handeln: Globale Gerechtigkeit als Wurzel für den Frieden“ nannte Müller mehrere Handlungsfelder, in denen die Gesellschaft, aber auch die Kirchen aktiv werden müssten. So gehe es unter anderem darum, „diesen Irsinn, die Rüstungsspirale, zu stoppen und für den Frieden zu kämpfen“.

Um den Frieden weltweit zu sichern, sei es auch nötig, faire Produktionsweisen in den Entwicklungsländern zu fördern. So müssten etwa die Hersteller von Kleidung mehr Geld für ihre Produkte bekommen. Ein zusätzlicher Dollar pro Kleidungsstück reiche bereits aus, damit Arbeiter und Arbeiterinnen vor Ort „leben und überleben können“, erklärte Müller: „Dieser eine Dollar sollte uns das Wert sein.“

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