Wie die Muslimbruderschaft Einfluss gewinnt

Die Bruderschaft will strenge islamische Werte weltweit vermitteln. (dpa/picture alliance/ Friso Gentsch)
Die Muslimbruderschaft gilt als einflussreichste und älteste Bewegung des politischen Islam. Ihr Ziel: Die westliche Kultur unterwandern und Gottesstaaten gründen. In Deutschland versucht die Bruderschaft, Einfluss auf muslimische Vereine zu gewinnen.

Von Joseph Röhmel |Deutschlandfunk Kultur

Hausbesuch bei Khallad Swaid, Präsident der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft. Die DMG ist ein Verband von rund rund 50 Moscheen. Eine besonders enge Bindung besteht zum Islamischen Zentrum München. Dort wurde die DMG vor 60 Jahren gegründet. Vereinzelt wirkten Muslimbrüder am Aufbau des Zentrums mit.

„Die Muslimbrüderschaft ist in diversen Phasen politisch bekämpft worden in den Heimatländern, aus denen diese Menschen hergekommen sind,“ sagt Khallad Swaid. Laut bayerischem Verfassungsschutz gelten DMG und das Islamische Zentrum als muslimbrudernah und daher als demokratiefeindlich. Das hält Khallad Swaid für falsch:

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Dodo Blume und der stille Rückzug des Islam – Religionskritik als Feindbild

Dr. Michael Blume

Bereits mein letzter Blog handelte von Dr. Michael Blume, dem Antisemitismus-Beauftragten des Landes Baden-Württemberg, der einen eigenwilligen und klar falschen Antisemitismus-Begriff verwendet, der neuerdings nicht nur den Hass respektive Vorurteile gegenüber Juden umschreiben soll, sondern sämtliche Angehörige von abrahamitischen Religionen als mögliche Betroffene einbeziehen will. Ich verwies dabei auf eine Filmaufnahme von ihm auf YouTube, auf der genau dies zu hören ist (ab circa Min. 11:00).

Giodarno Brunello |Freiheit oder Scharia

Zu meinem großen Bedauern stellte ich leider erst nachträglich fest, dass Dr. Michael Blumes neues Buch just diese absurde These sogar im Titel wiedergibt und ich deshalb gar nicht so weit hätte suchen müssen. „Warum der Antisemitismus uns alle bedroht“ heißt das neue Werk des Antisemitismus-Beauftragten und aus der Buchbeschreibung kann entnommen werden, die ich aus urheberrechtlichen Gründen nur verlinken möchte, dass Dr. Michael Blume auch mit der Publikation dieses Buches die Absicht verfolgt, den Begriff des Antisemitismus willkürlich auszuweiten und diese Falschbehauptung sogar einem größeren Publikum kundzutun, was ich in Anbetracht seiner Position für extrem bedenklich halte.

Ich bin froh, dass es auch andere Menschen gibt, welche die Brisanz dieser Thematik und das Problem bei dieser eigenwilligen Definition des Antisemitismus durch einen Antisemitismus-Beauftragten erfassen und dies auch öffentlich zu erkennen geben. In der vergangenen Woche habe ich insbesondere die Entgegnung von Prof. Susanne Schröter sehr geschätzt, nachdem sich Dr. Michael Blume darüber empört hatte, dass sie es gewagt hatte, meinen letzten Blog-Artikel auf Facebook zu teilen und gemäß Angaben von Blume daraus zu zitieren, wobei das Letztere übrigens nicht zutraf. Prof. Schröter schrieb dazu die folgenden beiden Kommentare, nachdem Blume auf seiner Wall auf Facebook „Freiheit oder Scharia“ wahrheitswidrig als einen „muslimfeindlichen Blog“ bezeichnet hatte und mir implizit eine rassistische Haltung unterstellte:

„Rassismus ist eigentlich eine ziemlich ernste Sache. Aber in der momentanen Debatte wird der Begriff von vielen, darunter von Michael Blume, nur noch als Instrument einer Diskreditierung von Kritikern verwendet. Damit spart man es sich, ein Argument für die eigene Meinung vorzutragen. Letztendlich ist es ein armseliger Versuch die eigene Position gegen Einsprüche zu immunisieren, frei nach dem Motto: jeder, der anderer Meinung ist als ich, ist ein Rassist und Rassisten werden aus dem Diskurs ausgeschlossen. Was verbirgt sich dahinter? Nichts anderes als der Wunsch nach Zensur.

Dazu kommt, dass seine Definition von Antisemitismus höchst bedenklich ist. Er richte sich gegen “Migrantinnen und Muslime, gegen Demokratinnen und Juden, gegen Gottes- und Medienhäuser”. Abgesehen davon, dass das wirklich eine krude Mischung darstellt, steht unzweifelhaft die Absicht dahinter, Muslime implizit zu Opfern von Antisemitismus zu erklären. Dann kann man guten Gewissens mit Organisationen wie Juma zusammenarbeiten.“

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Der Energiebedarf kennt keine Grenzen

Kohlekraftwerke sind immer noch eine Hauptquelle der weltweiten CO2-Emissionen. (Bild: Keystone/KPA)
Laut der Internationalen Energieagentur hat der weltweite Energieverbrauch 2018 so stark zugenommen wie seit 2010 nicht mehr. Gedeckt wurde der Mehrbedarf vor allem durch fossile Energieträger – mit entsprechenden Folgen für die CO2-Emissionen.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Die internationalen Bemühungen, den Klimawandel zu bremsen, haben einen Dämpfer erhalten. Wie die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag in Paris bekanntgegeben hat, ist der weltweite Energieverbrauch im letzten Jahr um 2,3 Prozent gestiegen. Das sei die stärkste Zunahme in der vergangenen Dekade, heisst es in einer Pressemitteilung der IEA. Als Folge davon seien die energiebedingten CO2-Emissionen um 1,7 Prozent auf nunmehr 33,1 Milliarden Tonnen gewachsen.

Eine der treibenden Kräfte hinter dem steigenden Energieverbrauch ist laut der IEA die robuste Weltwirtschaft, die im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent gewachsen ist. Damit ist das Wirtschaftswachstum stärker ausgefallen als in der Vergleichsperiode seit 2010. Aber auch das Wetter hat eine Rolle gespielt.

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Religion im Netz: Zu viel Blut, zu viel Sünde

Videos, Podcasts und eine Sammlung von Texten haben Rolf Gröschner und Wolfgang Mölkner auf ihrer Website zusammengetragen (Screenshot der Website Freiheitsdialog.de)
Die beiden Gelehrten Rolf Gröschner und Wolfgang Mölkner führen auf ihrer Homepage einen „Freiheitsdialog“ nach dem Vorbild der platonischen Dialoge. Auch die Themen Sünde, Erbsünde und göttliche Gnade verhandeln sie. Ihr Fazit: Es fehlt noch viel zur Freiheit des Christenmenschen.

Rolf Gröschner und Wolfgang Mölkner im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

„Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten“. Dieser Satz des Philosophen Jean-Jacques Rousseau ist der Ausgangspunkt der Homepage „Freiheitsdialog“.

Die Macher dahinter sind der Jurist Rolf Gröschner, ehemaliger Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie in Jena, und Wolfgang Mölkner, promovierter Philosoph und Religionslehrer. Die beiden bieten Denken zum Zuhören, Zusehen und Nachlesen, die Dialoge werden von zwei Schauspielern und einer Schauspielerin gesprochen.

Wesentliche Fragen sind: Wer sind die Freunde der Freiheit und wer ihre Feinde? Warum legen wir uns heute – in einer freien Gesellschaft – freiwillig Ketten an? Und: Wirkt Religion eher befreiend oder fesselnd?

Als falsche Freunde der Freiheit machen Gröschner und Mölkner Moralapostel aus, also Menschen und Institutionen, die ihre eigenen Werte absolut setzen. Als regelrechte Feinde der Freiheit gelten ihnen die Sündenprediger in den Religionen. Auch Martin Luther, gern als Held der Gewissensfreiheit gefeiert, gilt ihnen als Problemfall. Luthers Schrift über die Freiheit des Christenmenschen sei befangen in einer mittelalterlichen, augustinischen Theologie von Sünde, Erbsünde und Erlösung, lautet der Vorwurf.

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Birth of ‚Great Dark Spot‘ Storm on Neptune Seen for 1st Time

This composite picture shows images of storms on Neptune from the Hubble Space Telescope (left) and the Voyager 2 spacecraft (right). The Hubble image of Neptune, taken in September and November of 2018, shows a new dark storm (top center). In the Voyager image, a storm known as the Great Dark Spot is seen at the center. It is about 8,000 miles by 4,100 miles (13,000 by 6,600 kilometers) in size. The white clouds seen hovering in the vicinity of the storms are higher in altitude than the dark material. (Image: © NASA/ESA/GSFC/JPL)
The Hubble Space Telescope saw the formation of a ‚Great Dark Spot‘ last year.

By Mike Wall | SPACE.com

For the first time ever, astronomers have witnessed the birth of one of Neptune’s enormous „Great Dark Spot“ storms.

Astronomers were studying Hubble Space Telescope images of a relatively small Neptune maelstrom that formed in 2015 when they noticed bright white clouds forming in a different locale on the ice giant. By 2018, a dark storm as wide as Earth had boiled up in that region, the researchers announced in a study published today (March 25) in the journal Geophysical Research Letters.

Related: Photos: Most Powerful Storms of the Solar System

„We were so busy tracking this smaller storm from 2015 that we weren’t necessarily expecting to see another big one so soon,“ study lead author Amy Simon, a planetary scientist at NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, said in a statement.

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Arbeitsgruppe Klimaschutz: Scheuer hat es nicht begriffen

Verkehrsminister Scheuer scheint nicht begriffen zu haben, dass im Klimaschutz entschlossenes Handeln notwendig ist. So könne man sich die Einrichtung von Arbeitsgruppen schenken.

Von Arne Meyer-Fünffinger | tagesschau.de

Wir stecken mittendrin in einer Mobilitätsrevolution. Was Politik, Autoindustrie, Umwelt- und Wirtschaftsverbände – am Ende die ganze Gesellschaft – diskutieren und entscheiden, wird über die Art und Weise bestimmen, wie wir uns in den nächsten Jahrzehnten umweltschonend fortbewegen. Um Vorschläge zu bekommen, wie diese Revolution aussehen kann, hat die Bundesregierung im Herbst vergangenen Jahres die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität eingesetzt.

Leider haben Vertreter der Großen Koalition kurz darauf gezeigt, dass sie noch immer in ziemlich kleinem Karo denken – allen voran der Bundesverkehrsminister. Als vor Wochen bekannt wurde, dass die Experten unter anderem über ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen diskutieren, watschte Andreas Scheuer die Fachleute mit den Worten ab, diese Idee sei „gegen jeden Menschenverstand gerichtet“.

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Gehirn erneuert sich bis ins hohe Alter

Selbst im alten Gehirn entstehen noch neue Nervenzellen. © K_E_N/ istock
Neuronale Erneuerung: Auch im erwachsenen Gehirn bilden sich kontinuierlich neue Nervenzellen – sogar noch bei knapp 90-Jährigen, wie eine Studie nun zeigt. Demnach finden im Hippocampus tatsächlich bis in hohe Alter hinein Neurogenese-Prozesse statt. Bei Alzheimer-Patienten ist diese Erneuerung allerdings deutlich beeinträchtigt. Bei ihnen formieren sich mit fortschreitendem Verlauf der Erkrankung immer weniger neue Neuronen.

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Nervenzellen im Gehirn bilden sich nur während der embryonalen Entwicklung – das zumindest dachten Neurowissenschaftler lange Zeit. Doch inzwischen zeichnet sich zunehmend ab, dass das nicht stimmt. Bestimmte Stamm- und Vorläuferzellen scheinen sich ein Leben lang zu neuen Neuronen entwickeln zu können. Studien mit Mäusen und anderen Säugetieren deuten darauf hin, dass dieser adulte Neurogenese genannte Prozess vor allem im Bereich des Hippocampus stattfindet.

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Hunderte Millionen US-Dollar in der IS-Kriegskasse

IS-Selbstmordattentäter bei Hajin/Syrien. Foto: Propagandamaterial
Nach dem Ende des Kalifats wird Bilanz gezogen: Die SDF wollen ein Internationales Tribunal und US-Autoren schätzen die finanziellen Mittel für die Weiterführung des Terrors

Thomas Pany | TELEPOLIS

Auch wenn sich noch hartnäckige IS-Milizen im Tunnelsystem bei Baghouz aufhalten, so gilt die Eroberung doch als abgeschlossen und es wird Bilanz gezogen, wenn auch mit Vorbehalten. Der Blick ist auf die politischen Verhandlungen zur Neuordnung Syriens gerichtet: Das Kalifat ist besiegt, aber nicht der Islamische Staat.

Die SDF haben ein Statement veröffentlicht, wonach sie mit ihrem Kampf gegen den IS und al-Qaida „beinahe 5 Millionen Menschen jeglicher Herkunft gerettet, 52.000 km2 syrisches Territorium befreit haben und die terroristische Bedrohung eliminiert haben“. Der Sieg sei „extrem teuer“ gewesen. Man habe insgesamt 11.000 Kämpferinnen und Kämpfer verloren, mehr als 21.000 wurden mit bleibenden Schäden verwundet.

Das ist wie die 70.000 IS-Mitglieder, die in der Folge der Befreiungsoffensiven ins Lager Al-Hol in Nordostsyrien gebracht wurden, ein Argument für Verhandlungen, die mit der syrischen Regierung geführt werden, an denen aber auch andere am Konflikt in Syrien beteiligten Mächte ein Wort mitzusprechen haben.

SDF für internationales Tribunal im Nordosten Syriens

Aktuell gibt es einen Vorschlag der SDF, der bislang nur inoffiziell die Runde machte. Wie die US-Publikation The Defense Post berichtet , haben sich die SDF in einem Statement an die Internationale Gemeinschaft gerichtet, damit diese ein internationales Tribunal im Nordosten Syriens einrichten, um über die Terroristen zu Gericht zu sitzen.

Man will internationale Hilfe, um eine Lösung des Problems, wie mit gefangenen IS-Kämpfern und den IS-Familien im Lager weiter verfahren werden soll, zu erreichen. Man habe nicht genügend Kapazitäten, um die bislang Gefangenen und Beherbergten lange in Sicherheitshaft zu halten oder zu betreuen.

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How Smart Were Neanderthals?

A model of a Neanderthal man, based on 40,000-year-old remains found at Spy in Belgium. Credit: Shutterstock
When geologist William King introduced a new species of human, Homo neanderthalensis, to the European scientific community in 1864, he wasn’t very generous toward our extinct evolutionary cousins.

By Megan Gannon | LiveScience

„I feel myself constrained to believe that the thoughts and desires which once dwelt within it never soared beyond those of a brute,“ King concluded after examining the skull that had been found in the Neander Valley, Germany, a decade earlier.

It was a lousy, and lasting, first impression. Thus, „Neanderthal“ became not only a new species, but a pejorative term. However, research has come a long way since then: So how smart were the Neanderthals, based on what we know today? [The 10 Biggest Mysteries of the First Humans]

Anthropologists‘ early perception of Neanderthals was partly rooted in racist ideology that one’s intelligence or humanity could be assessed from skull shape, said João Zilhão, a professor at the Catalan Institution for Research and Advanced Studies (ICREA) at the University of Barcelona. Many of those scientists also shared a view that evolution was all about progress, and that ancestral human species like Neanderthals were necessarily much more „primitive“ than humans are today. Those assumptions have been discredited (if not hard to shake from Western science and pop culture). Humbling new discoveries over the past few decades have helped to rehabilitate Neanderthals‘ reputation as people who were a lot like us.

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Früherer EKD-Ratschef Schneider will mehr Rechtssicherheit für Ärzte

In der Diskussion um die Sterbehilfe hat der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, mehr Rechtssicherheit für Ärzte gefordert. „Ich sehe das Problem einer extremen Verunsicherung der Ärzteschaft durch das Agieren der Justiz“, sagte Schneider dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Dienstag). Deshalb begrüße er es, dass das Bundesverfassungsgericht Mitte April über die Sterbehilfe verhandeln werde.

evangelisch.de

„Kein Gesetz kann die Dinge so eindeutig regeln, dass es die individuelle Verantwortung ersetzt“, sagte Schneider in dem Interview, dass er unter anderen mit seiner Ehefrau Anne führte, die vor fünf Jahren eine Krebsdiagnose erhalten hatte. „Deshalb möchte ich dazu ermutigen, dass die Ärzte diese Verantwortung wahrnehmen.“ Dazu gehöre es, „auf die Bedürfnisse der Patienten zu sehen“. Zugleich betonte der Theologe den Wert christlicher Normen zum Lebensschutz.

Anne und Nikolaus Schneider hatten im März ihr Buch „Vom Leben und Sterben“ vorgestellt, in dem sie gemeinsam unter anderen Fragen von Trauer und Sterbehilfe reflektieren. Dazu vertreten die Ehepartner unterschiedliche Ansichten: Während Anne Schneider für die rechtliche Möglichkeit eines ärztlich assistierten Suizids plädiert, lehnt Nikolaus Schneider aktives Töten durch einen Arzt etwa durch eine Todesspritze ab. Wegen der Krebserkrankung seiner Frau hatte der damalige EKD-Ratschef 2014 vorzeitig sein kirchliches Amt niedergelegt, um ihr beizustehen. Inzwischen hat Anne Schneider ihre Erkrankung überwunden.

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Eine reinere Luft würde der Gesundheit enorm nützen, dem Klima nur unter Umständen

Die Luft in Delhi ist für Radfahrer nicht gerade gesund, zum Beispiel im Smog am 1. März 2019. (Bild: Adnan Abidi / File Photo / Reuters)
Würde man die Partikeln aus den Rauchfahnen fossiler Kraftwerke filtern, könnte der Monsunregen in Ost- und Südasien wieder so stark ausfallen wie früher.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Gelänge es, die Luftverschmutzung weltweit drastisch zu verringern, könnte man es vermeiden, dass jedes Jahr mehrere Millionen Menschen vorzeitig sterben, berichtet ein internationales Forscherteam. Ausserdem könnten in mehreren dichtbesiedelten Regionen die Monsunregenfälle wieder stärker werden. Ob die Massnahmen zur Luftreinhaltung auch gegen die globale Erwärmung helfen, hängt gemäss den Forschern davon ab, ob bloss Aerosolfilter installiert werden oder auch der Ausstoss von Treibhausgasen gestoppt wird – etwa durch Stilllegung von Kohlekraftwerken.

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Relilehrer in NRW müssen Ditib-Mitgliedschaft nicht offenlegen: „Es ist demokratisches Recht“

Islamunterricht in Frankfurt am Main © Frank Rumpenhorst (dpa)
Islamische Religionslehrer an nordrhein-westfälischen Schulen müssen eine Mitgliedschaft in dem umstrittenen deutsch-türkischen Moscheeverband Ditib gegenüber den Behörden nicht offenlegen. So heißt es aus dem Düsseldorfer Landtag.

DOMRADIO.DE

Dies gelte auch für die Zugehörigkeit zu anderen politischen oder gesellschaftlichen Vereinigungen, teilte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag auf eine AfD-Anfrage dem Landtag in Düsseldorf mit. Es sei das „demokratische Recht“ aller angestellten oder verbeamteten Lehrkräfte des Landes, Mitglied in einer politischen, gesellschaftlichen oder religiösen Vereinigung zu sein. Hierzu dürfe die Landesregierung keine Erhebungen vornehmen oder Statistiken führen.

Lehrkräfte für islamische Religion seien angestellte oder verbeamtete Lehrkräfte des Landes und unterrichteten nach den Vorgaben unter Aufsicht der Schulaufsicht, betonte Gebauer. Sie verwies darauf, dass bei der Vergabe der religiösen Lehrerlaubnis zum Beispiel von den Kirchen eine Mitgliedschaft in der jeweiligen Religionsgemeinschaft ausdrücklich gewünscht werde. Islamische Religionslehrer seien nicht verpflichtet, einer religiösen Organisation anzugehören.

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