Papst erlässt neue Normen für Kinderschutz im Vatikan


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Im Vatikanstaat gelten ab 1. Juni neue Regeln für den Schutz Minderjähriger. Neu ist die Anzeigepflicht, die Prüfung von Stellenbewerbern und die Pflicht zu Fortbildungen. Die Verschärfungen wurden seit langem erwartet.

DOMRADIO.DE

Einen Monat nach dem internationalen Anti-Missbrauchgipfel im Vatikan hat Papst Franziskus wie angekündigt neue Normen zum Kinderschutz erlassen. Die drei am Freitag veröffentlichten Dokumente beziehen sich zwar nur auf den Vatikanstaat und die Kurie; sie können aber Vorbildcharakter haben – und halten ihrerseits aktuellen internationalen Maßstäben stand.

Es handelt sich um ein Gesetz über den „Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen“, das zum staatlichen Recht im Vatikanstaat gehört, und um entsprechende „Leitlinien“ für den kirchlichen Bereich, wie sie Bischofskonferenzen in anderen Staaten schon 2011 erarbeiten mussten. Hinzu kommt ein päpstlicher Erlass, ein sogenanntes Motu proprio; er regelt die gleiche Materie in knapperer Form für die Kurie, den zentralen Verwaltungsapparat der Weltkirche.

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