Vertuschung: Chilenische Erzdiözese zu hohem Bußgeld verurteilt


Bild: tilly
Gericht urteilt auf Vertuschung – Erzdiözese Santiago de Chile muss an drei männliche Missbrauchsopfer von Ex-Priester Karadima je 100 Millionen Peso (rund 130.000 Euro) als Entschädigung bezahlen

kath.net

Drei männliche Opfer des inzwischen laisierten chilenischen Priesters Fernando Karadima werden von der Erzdiözese Santiago de Chile wegen Vertuschung eine Entschädigung von jeweils Millionen Peso (rund 130.000 Euro) erhalten. Dies entschied ein Gericht in Chile, wie chilenische und internationale Medien berichten. Die Erzdiözese Santiago de Chile hat bereits angekündigt, dass sie keine Berufung gegen das Urteil einlegen wird. Gegen Karadima, der seinerzeit als kirchliche Persönlichkeit mit hoher Ausstrahlung galt, werden immer wieder Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen laut.

Nicht zuletzt der Skandal um den erst im September 2018 aus dem Priesterstand entlassenen Karadima hat die katholische Kirche in Chile in eine beispiellose Krise gestürzt.

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