Genervt von ihrem Esoterik-Hang: Eliteschüler tötet seine Mutter auf brutale Weise


Ute W. wurde ermordet. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest. Unter anderem ihren Sohn. Ein Polizist am Fundort der Leiche. © fib/FDL
Weil er seine psychisch kranke Mutter mit einem Hammer erschlagen hat, hat das Landgericht Traunstein ihren Sohn Uli W. zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt. Das Gericht sei am Freitag von Totschlag, nicht von Mord ausgegangen, teilte ein Sprecher mit. Auch die Staatsanwaltschaft hatte den ursprünglichen Vorwurf des Mordes während des Prozesses fallengelassen. Uli W. hatte die Tat im Vorfeld im Wesentlichen eingeräumt.

Von Markus Christandl | Merkur.de

Der damals 20 Jahre alte Sohn hatte im September 2017 seine 53-jährige Mutter im Streit durch das ganze Wohnhaus verfolgt, gewürgt und schließlich erschlagen. Im November 2017 entdeckten Kinder beim Spielen im Wald bei Schnaitsee im Landkreis Traunstein die dort vergrabene Leiche.

Immer stärkerer Hang zur Esoterik

“Er wollte sie erlösen, weil die Mutter durch die Bissverletzung an der Lippe entstellt war und er nicht mehr mit ihr zusammenleben wollte”, zitiert „innsalzach.24*“ den Vorsitzende Richter Klaus Weidmann. Und weiter: “Indizien deuten auf eine psychische Erkrankung der Mutter hin. Sie hat sich immer mehr mit irrationalen Dingen beschäftigt, das hat den Angeklagten zunehmend genervt und führte zu Spannungen in der Familie.” Nach Zeugenaussagen entwickelte die Mutter einen immer stärkeren Hang zur Esoterik.

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