Über Angstprediger und Konservative


Liane Bednarz – Autorin Foto: Eckardt Mildner
Der Umgang mit rechtem Denken war das Thema einer Podiumsdiskussion in Freiberg. Die bekannte Autorin Liane Bednarz kam nicht bei allen Zuhörern gut an.

Stephan Lorenz | FreiePresse

Die bekannte Journalistin und Autorin Liane Bednarz war Donnerstagabend Gast einer Podiumsdiskussion des Mitteldeutschen Theaters in Freiberg (Mittelsachsen). Ihre Analysen zur Gedankenwelt der „Neuen Rechten“ stießen beim zahlreichen Publikum allerdings nicht nur auf Zustimmung.

Liane Bednarz bezog sich bei ihrem Vortrag vor allem auf ihr jüngstes Buch „Angstprediger. Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern“. Darin beschreibt sie, wie Teile der evangelischen und katholischen Christen seit Jahren rechtes Gedankengut annehmen und verbreiten. „Diese Art von Fundamentalismus nutzt das bürgerliche Vertrauen in die christliche Religion und ihre Kirchen, um die bürgerliche Mitte mit rechten Ideen zu infiltrieren und einen Kreuzzug gegen Pluralismus und Toleranz zu führen“, schreibt sie.

Die Journalistin, die sich selbst als konservativ bezeichnet, wehrt sich gegen die Vereinnahmung des Konservativen durch die „Neue Rechte“. Bednarz: „Rechte sprengen das konservative Denken, nicht nur in Deutschland.“ Die wahren Konservativen dürften ihnen nicht das Spielfeld überlassen, sondern müssten ihre Geisteshaltung retten.

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