Ethiker Dabrock: Widerspruchsregelung ist unnötig und schädlich


Bild: Deutscher Ethikrat
Organspender sein, wenn man nicht explizit widersprochen hat? Für diese Widerspruchsregelung plädieren heute Parlamentiarier bei der Vorstellung eines Gesetzentwurfs zur Neuregelung der Organspende. Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, ist dagegen.

evangelisch.de

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, hat sich gegen eine Widerspruchsregelung bei Organspenden ausgesprochen. „Ich finde die Widerspruchslösung unnötig und schädlich“, sagte der evangelische Theologe am Montag im Deutschlandfunk. Denn eine solche Regelung würde die Effizienz des Organspendesystems nicht erhöhen. Auch unterminiere es das Vertrauen in das System, wenn jeder automatisch Organspender würde, der nicht widersprochen hat. „Damit wird der Körper nach dem Tod zu einem Objekt der Sozialpflichtigkeit.“

Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach will am Vormittag einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung bei Organspenden vorlegen. Dabrock kritisierte, dass in dem Entwurf die Angehörigen eines Toten kein eigenes, „genuines“ Widerspruchsrecht hätten, wenn der Wille des Patienten nicht bekannt sei: „Das ist eine Übergriffigkeit.“

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