Kirchensteuer – zeitgemäß oder bald nicht mehr vermittelbar?


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Bischof Gregor Maria Hanke befürchtet in spätestens zehn Jahren deutliche Einbrüche in der Kirchensteuer. Deshalb fordert er eine innerkirchliche Debatte. Dafür bekommt er nicht von überall Zustimmung.

katholisch.de

Der Aufruf des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke, über Alternativen zur Kirchensteuer nachzudenken, ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Der Leiter des katholischen Büros der nordrhein-westfälischen Bistümer in Düsseldorf, Antonius Hamers, warnte am Montag im „Kölner Stadt-Anzeiger“ davor, die Kirchensteuer preiszugeben. Sie sei als Mitgliedsbeitrag, der sich nach der Finanzkraft des Einzelnen richtet, eine „gute und zeitgemäße Finanzierung“, die auch auf mittlere Frist nicht kompensierbar sei.

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller lobte Hankes Vorstoß in der Zeitung als „wichtigen Impuls“. Er verwies auf den demografischen Wandel, der schon sehr bald zum Einbruch der Kirchensteuer-Einnahmen führen werde. „In zehn Jahren gehen die gut verdienenden Babyboomer in den Ruhestand, und es kommen viel weniger Getaufte nach“, sagte der Professor.

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