Kirche in Polen kritisiert Bücherverbrennung durch Geistliche: „Diese Form ist unpassend“


In Polen hat eine von Priestern organisierte Bücherverbrennung heftige Reaktionen ausgelöst. Harsche Kritik kommt von der katholischen Kirche selbst. Die Zeit der Bücherverbrennungen sei lange vorbei.

DOMRADIO.DE

Katholische Priester haben nach einer Messe in Danzig Bücher und andere angeblich mit Okkultismus verbundene Gegenstände verbrannt. Die von Pfarrer Rafal Jarosiewicz geleitete Stiftung „SMS vom Himmel“ hatte zu der Aktion aufgerufen und Bilder der brennenden Objekte in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht.

Dies sorgte am Dienstag für Kritik auch von kirchlicher Seite. Polnische Medien zogen Parallelen zu Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten in Deutschland.

„Sache ist sehr umstritten“

„Die Zeit der Bücherverbrennungen ist lange vorbei“, sagte Ireneusz Bradtke dem Sender Radio Gdansk. „Die Sache ist sehr umstritten“, so der Geistliche. Auch das Bistum Köslin-Kolberg (Koszalin-Kolobrzeg), in dem 2012 die Stiftung „SMS vom Himmel“ gegründet wurde, missbilligte die Verbrennung.

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