Militärbischof kritisiert Berliner SPD-Beschluss zu Jugendoffizieren


Sigurd Rink, die Apocalypse. bearb. BB
Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink kritisiert den Beschluss der Berliner SPD, Jugendoffiziere der Bundeswehr nicht mehr in Schulen einzuladen. „Vertreter der Bundeswehr sollten mit Schülerinnen und Schülern über Grundfragen der Sicherheits- und Friedenspolitik diskutieren, und die demokratisch legitimierte Armee sollte sich jungen Menschen auch zum Gespräch stellen“, sagte Rink dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag. Dies könne nur in offener Weise und ohne „Indoktrination“ geschehen.

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„Unliebsame Themen werden nicht dadurch zunichte, dass sie aus dem Schulunterricht und dem gesellschaftlichen Diskurs ausgeklammert werden“, sagte der Militärbischof. „Jeder Ausgrenzung unserer Soldaten aus der Gesellschaft trete ich als Militärbischof bewusst entgegen.“ Die Bundeswehr sei eine Parlamentsarmee, deren Soldatinnen und Soldaten auf die demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung verpflichtet sind. Sie würden durch Militärgeistliche der großen Kirchen seelsorgerlich betreut und insbesondere im „Lebenskundlichen Unterricht“ kritisch-solidarisch begleitet.

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