Bundeswehr hat künftig Militärrabbiner


Rund 300 jüdische Soldaten dienen in der Bundeswehr © Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Mehr als 70 Jahre nach dem Holocaust bekommt die Bundeswehr eine jüdische Seelsorge – per Staatsvertrag soll es in den Streitkräften künftig Militärrabbiner geben. Passend dazu: eine Konferenz zum Thema in Berlin.

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Sein Schritt war umstritten. Als Michael Fürst Ende der 1960er Jahre, gut 20 Jahre nach dem Ende der Schoah, als erster Jude Zeitsoldat in der Bundeswehr war, gab es durchaus Gegenwind und Unverständnis. Etwa in der jüdischen Gemeinde in Hannover, wo er mit Uniform im Gottesdienst erschien, wie Fürst dem Deutschlandfunk einmal sagte.

Rund 300 jüdische Soldaten in der Bundeswehr

Und in der „Jüdischen Allgemeinen“ berichtete er von einem Ausbilder, der sich offen als Antisemit bezeichnet habe. Mittlerweile gibt es Schätzungen zufolge rund 300 jüdische Soldaten in der Bundeswehr – die nun eine jüdische Seelsorge bekommen soll, wie das Verteidigungsministerium am Dienstag ankündigte.

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